Hamburg
Medienbericht: Erste Oligarchen-Yacht beschlagnahmt
Das Superschiff des Großindustriellen Alischer Usmanow darf Hamburg vorerst nicht verlassen.
Die Yacht des russischen Oligarchen ist im Hamburger Hafen womöglich beschlagnahmt worden. Das berichtet das US-Magazin „Forbes“ unter Berufung auf Branchen-Insider. Demnach hätten die Behörden das 156 Meter lange Luxusschiff des Putin-Vertrauten Alischer Usmanow im Rahmen der Sanktionen als Teil seines Vermögens „eingefroren“.
Die Arbeiter der Werft Blohm+Voss waren dem Bericht zufolge am Mittwoch nicht zur Arbeit erschienen, angeblich als Folge der Beschlagnahmung. Eine Bestätigung der Beschlagnahme gab es zunächst weder von den Hamburger Behörden noch von der Werft.
Die „Dilbar“ wird seit dem Herbst in Hamburg umgerüstet. Sie gilt als eine der größten Privatyachten weltweit, sie verfügt über einen 25-Meter-Pool, zwei Hubschrauber-Landeplätzen und 20 Kabinen. Der Wert des Schiffes wird auf mehr als eine halbe Milliarde Euro geschätzt.
Der Großindustrielle Usmanow ist einer der reichsten Männer Russlands, sein Vermögen wird laut „Bloomberg“ auf 20 Milliarden Euro geschätzt. Der geborene Usbeke verdiente sein Geld vor allem in der Bergbau- und Metall-Industrie, leitete aber auch im Auftrag Putins als Generaldirektor den Gasriesen Gazprom.