Aurich
Auf dem Weg zum Abitur
Im Februar sind die Anmeldungen für die gymnasialen Oberstufen gelaufen. Eine Schule ist besonders zufrieden.
Aurich - Ein wenig dauert es noch, ehe an den weiterführenden Schulen die Kinder für den kommenden fünften Jahrgang angemeldet werden. Dabei zählt der freie Elternwille. Das bedeutet, zunächst können Eltern ihre Viertklässler an jeder weiterführenden Schule anmelden. Schullaufbahnempfehlungen gibt es nicht mehr, höchstens Beratungen durch die Grundschullehrer. Das macht es schwer, zum Beispiel mit einem Schulentwicklungsplan Schülerströme zu steuern.
Anders sieht es bei den gymnasialen Oberstufen aus. Für die sogenannte Einführungsphase, den elften Jahrgang, sind an den Schulen im Februar die Anmeldeverfahren abgeschlossen worden. Zugangsvoraussetzung ist der erweiterte Realschulabschluss nach Klasse 10. Den haben Schüler, wenn sie an der IGS Aurich oder am Gymnasium Ulricianum in Klasse 10 versetzt werden oder an der Realschule Aurich ihren Abschluss machen.
Konstante Zahlen am Gymnasium
Am Auricher Gymnasium Ulricianum werden im Sommer nach bisherigem Stand 211 Schüler in die Oberstufe starten. Darunter sind laut Schulleiter Rüdiger Musolf 13 externe Schüler, die ihren erweiterten Realschulabschluss woanders gemacht haben. Relativ konstante Schülerzahlen seien das. So hätten im vorigen Jahr 204 Schüler mit der Oberstufe begonnen, im Sommer 2020 waren es 220 Schüler.
Sehr zufrieden mit dem Zulauf ist Stephan Hinrichs, Leiter der Oberstufe an der IGS Aurich. Dort starten im Sommer voraussichtlich 117 Jugendliche den Endspurt um das Abitur. Das sind laut Hinrichs 20 mehr, als jeweils in den beiden Vorjahren gekommen sind. Daher werde es wohl vier elfte Klassen geben. Etwas geändert hat sich laut Hinrichs die Zusammensetzung der Oberstufenschüler an der IGS Aurich. Früher hätte die Auricher Gesamtschule die Hälfte der Abiturienten aus den eigenen Reihen gestellt. Nun sind es nur noch 50 der 117 Jugendlichen, die schon ab Klasse 5 an der IGS Aurich gelernt haben. Die restlichen Jugendlichen kommen laut Hinrichs vor allem von der Realschule Aurich und von der IGS Ihlow.
Schwankungen in Wiesmoor
Lob gab es kürzlich für die KGS Wiesmoor im Kreisschulausschuss. Schulamtsleiter Jens Kleen meinte im Hinblick auf den Schulentwicklungsplan, dass die Stadt Wiesmoor mit ihrer sehr guten Gesamtschule wahrscheinlich nur wenig Fragen dazu hätte. Laut Schulleiterin Ulrike Sieckmann macht sich allerdings so allmählich der demografische Wandel bemerkbar. Die Schule konnte bisher 86 Anmeldungen für den elften Jahrgang entgegennehmen. Das sind deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Damals wollten sich 110 Jugendliche in Wiesmoor auf den Weg zum Abitur machen. Allerdings war diese hohe Zahl wohl eher ein Ausreißer. Denn im Sommer 2020 gab es 90 Anmeldungen für die sogenannte Einführungsphase. „Die Zahlen variieren je nach Jahrgangsstärke an der KGS Wiesmoor“, sagt Sieckmann. Aber auch die Anmeldungen aus Großefehn, Uplengen und Friedeburg unterlägen jährlichen Schwankungen.
Drei weitere Oberstufen an allgemeinbildenden Schulen gibt es im Landkreis Aurich. An der IGS Marienhafe/Moorhusen haben sich, wie berichtet, 45 Jugendliche für den elften Jahrgang angemeldet. Und das Ulrichsgymnasium in Norden wird im Sommer mit 166 Schülern in Richtung Abitur durchstarten.
In der IGS Krummhörn/Hinte gibt es für den kommenden elften Jahrgang bislang 53 Anmeldungen. Das teilte Oberstufenleiterin Julia Hillebrand auf ON-Anfrage mit. Das ist ein Schüler weniger als im Vorjahr. Weniger Elftklässler gab es in der IGS Krummhörn/Hinte im Schuljahr 2020/21. Damals hatten sich nur 45 Jugendliche angemeldet.
Auch an den Berufsschulen kann das Abitur abgelegt werden. An der BBS I in Aurich haben sich in diesem Jahr laut Schulleiter Wilhelm Mammen 138 Jugendliche angemeldet. Das sind 20 mehr als in den Vorjahren. Weitere 60 Schüler wollen die Oberstufe der BBS 2 in Aurich besuchen, teilt Schulleiter Uwe Biermann auf ON-Anfrage mit. Wie viele Klassen jeweils im Jahrgang gebildet werden, wird von den Schülerhöchstzahlen bestimmt, die das Kultusministerium per Erlass vorgegeben hat. Demnach dürfen in einer elften Klasse höchstens 26 Schüler sitzen. Werden es mehr, muss die Klasse geteilt werden.