Aurich

Meister trotz Niederlage

| | 28.02.2022 16:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
André Claaßen trug schon mal das Meistershirt aus dem Jahr 2020.Foto: Wilfried Gronewold
André Claaßen trug schon mal das Meistershirt aus dem Jahr 2020.Foto: Wilfried Gronewold
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Pfalzdorf verliert in der Boßel-Landesliga in Leegmoor und darf trotzdem feiern – dagegen herrscht noch Spannung im Kampf um Platz drei.

Pfalzdorf - Mission Titelverteidigung ist geglückt. Die Friesensportler aus Pfalzdorf dürfen die zweite Landesliga-Meisterschaft in Folge feiern. Die Mannschaft um Teamkapitän Mathias Cremer verlor zwar den Wettkampf in Schirumer Leegmoor, profitierte aber von der Reepsholter Niederlage in Rahe.

Spannend wird es jetzt noch um den begehrten Platz drei in der Endabrechnung. Auf dem steht momentan noch Ostfrisia Rahe nach dem 4:1 über Reepsholt. Burhafe bliebt nach dem Auswärtssieg in Theener punktgleich auf Platz vier. Einen Punkt dahinter lauert Schirumer Leegmoor nach dem Coup gegen den Meister.

Dietrichsfeld feiert nach dem Heimerfolg über Stedesdorf den Klassenverbleib in der Landesliga. Mit vier Punkten Vorsprung und dem besseren Wurfverhältnis muss nun auch Mannschaftsführer Matthias Niendieker nicht mehr rechnen.

Leegmoor - Pfalzdorf 8:2

5,015/3,012/-2,073/0,082

Im Boßelsport ist es eher selten, dass nach einem Wettkampf beide Lager strahlen. In Leegmoor war dies Sonntag der Fall. Die Heimmannschaft wahrte mit dem Erfolg die Chance auf Platz drei, Pfalzdorf durfte trotz Niederlage den Titelgewinn feiern. „Da haben wir anschließend noch spontan ein wenig gefeiert“, sagte Pfalzdorfs Mannschaftsführer Mathias Cremer. „Der Sieg der Leegmoorer war aber hoch verdient, sie waren einfach bärenstark“, sagte Cremer. Vom Titelgewinn erfuhren die Pfalzdorfer noch auf den Leegmoorer Straßen. „Wir hatten Kontakt nach Rahe“, so Cremer.

Der Start der Leegmoorer in den Wettkampf war nach Angaben von Mannschaftsführer Jannes Koch etwas holprig. Doch nach und nach wurden die Würfe der Leegmoorer länger und der zunächst kleine Vorsprung wuchs bis ins Ziel an. In der letzte Runde holte die Heimmannschaft in der Holzgruppe noch mal drei Schöt heraus. Insgesamt warfen alle vier Leegmoorer Gruppen Elferrunden. Sehr zur Freude von Koch. „Wenn wir das schaffen, hat hier eigentlich fast niemand eine Chance“, so Koch.

Dietrichsf. - Stedesd. 6:1

-0,127/5,047/-0,128/1,051

Der Klassenverbleib der gebeutelten Dietrichsfelder ist nach dem Heimsieg gegen Stedesdorf perfekt. Mannschaftsführer Matthias Niendieker ist nun froh, endlich einen Strich unter die Saison setzen zu können. „Stedesdorf hat uns aber gewaltig geärgert, lange Zeit lagen sie vorne“, so Niendieker. Zur Hälfte des Wettkampfes betrug der Dietrichsfelder Rückstand noch vier Würfe. Nach der Wende steigerte sich Dietrichsfeld und drehte den Wettkampf. Die zweite Holzgruppe sicherte sich den wichtigen Sieg.

Rahe - Reepsholt 4:1

-1,011/0,026/-0,035/4,050

„Im Nachhinein war der Sieg absolute Pflicht“, sagte Rahes Mannschaftsführer Gert Mimke Köllmann mit der Erkenntnis, dass auch Leegmoor und Burhafe ihre Wettkämpfe gewonnen hatten. Rahes legte furios los und lag nach vier Runden bereits mit fünf Würfen vorne. „Bis zur Wende ist der Wettkampf komplett gekippt“, so Köllmann. Reepsholt führte plötzlich mit zwei Würfen, Rahe drohte die gute Ausgangslage in der Tabelle zu verspielen. Im letzten Drittel zeigte Rahe dann wieder sein „Heimgesicht“ und zog unwiderstehlich davon. „Eine durchschnittliche Leistung hätte am Ende auch nicht für einen Sieg gereicht“, sagte Köllmann. Matchwinner war nach Angaben von Köllmann die zweite Gummigruppe.

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