Berlin/Varel
Ukraine-Angriff: Siemtje Möller verurteilt die Brutalität Putins
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller aus Varel zeigt sich ebenfalls schockiert vom Vorgehen Russlands. Sie macht Putin persönlich für die Toten verantwortlich und erklärt die nächsten Schritte.
Berlin/Varel - Die in Emden geborene SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller aus Varel hat einen besonderen Einblick in das Vorgehen der deutschen Bundesregierung gegen Russland. Die Abgeordnete des Wahlkreises Friesland/Wilhelmshaven/Wittmund ist Parlamentarische Staatssekretärin im Verteidigungsministerium und bekommt hautnah mit, welche Szenarien dort diskutiert werden. Seit den frühen Morgenstunden laufen intensive Beratungen, die Invasion Russlands in der Ukraine ist das bestimmende Thema. „Ich bin unglaublich schockiert, dass auf europäischem Boden nur drei Flugstunden von Bremen entfernt Krieg geführt wird“, sagt sie. Wie alle anderen habe sie gehofft, dass es lediglich bei Schreckensszenarien bleibe.
Doch durch die Geschwindigkeit und die Aggressivität mit der Wladimir Putin und Russland vorgehen, rechnet sie inzwischen mit einem schnellen und blutigen Abschluss. „Wenn wir am Sonntag zu einer Sondersitzung des Bundestages zusammenkommen, wird die Ukraine als souveräner Staat nicht mehr existieren“, so Möller. Innerhalb kürzester Zeit werde ihrer Annahme nach Russland weite Teile der Ukraine eingenommen haben. Dabei sei es erschreckend, mit welcher „Brutalität, Kälte und Verachtung gegenüber dem menschlichen Leben“ die Interessen Putins durchgesetzt würden. Denn für die Abgeordnete steht fest, dass die alleinige Aggression für den Angriffskrieg von Russland ausgeht: „Es ist Putins Krieg, um seine Sicherheitsinteressen und Großmachtfantasien durchzusetzen.“ Und zwar mit Hilfe eines von langer Hand geplanten, strategisch vielschichtigen Angriffskrieges. „Putin ist persönlich verantwortlich für das Leid und die Toten“, so Möller.
Da Deutschland das Völkerrecht achte, seien wirtschaftliche Sanktionen jetzt das Mittel zur Eindämmung. Denn Deutschland werde nicht mit militärischen Angriffen gegen die russische Bevölkerung antworten. „Wir wollen nicht den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen“, sagt die Abgeordnete. Gleichzeitig würden von Seiten der Nato und des Verteidigungsministeriums Vorbereitungen getroffen, um zu zeigen, dass die Nato bereit ist, ihr Territorium zu verteidigen. Weitere Kräfte und Ersatzmunition nach Litauen wurden schon entsandt. In Richtung Rumänien sind drei weitere Eurofighter gestartet. „Ich glaube nicht, dass Putin so dumm ist, sich mit der Nato anzulegen“, sagt Möller.