Bremerhaven

Vermisste Russin aus Bremerhaven tot aufgefunden

DPA User, Maximilian Matthies
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Von DPA User, Maximilian Matthies
| 14.02.2022 16:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Bremerhaven sind Leichenteile einer vermissten 32-Jährigen in einem Koffer in der Weser gefunden worden. Foto: imago images/Stephan Görlich
In Bremerhaven sind Leichenteile einer vermissten 32-Jährigen in einem Koffer in der Weser gefunden worden. Foto: imago images/Stephan Görlich
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Traurige Gewissheit: Die vermisste 32-jährige aus Bremerhaven lebt nicht mehr. Leichenteile der jungen Russin wurden in einem Koffer in der Weser entdeckt. Ihr Ehemann steht unter Tatverdacht.

Seit dem 4. Februar galt die 32-jährige aus Bremerhaven als vermisst – nun herrscht traurige Gewissheit: Die junge Frau lebt nicht mehr. Wie die Polizei am Mittwochnachmittag mitteilte, wurde die Russin tot aufgefunden. Sie sei einer Straftat zum Opfer gefallen. Gegen ihren Ehemann wurde Haftbefehl erlassen.

Den Angaben zufolge entdeckte ein Zeuge am Montag einen Koffer an der Wasserkante der Weser in der Nähe des Atlantic-Hotels in Bremerhaven und alarmierte die Polizei. Wie sich herausstellte, steckten in dem Koffer Leichenteile der jungen Frau. Bei der Toten handele es sich nach den vorliegenden Ergebnissen um die vermisste 32-Jährige, hieß es von der Polizei. Es werde wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt.

Vorausgegangen waren eine Vielzahl von Suchmaßnahmen nach der Vermissten. Drohnen und Suchhunde kamen zum Einsatz, eine Hundertschaft Polizisten durchkämmte ein Waldgebiet. Auch freiwillige Helfer gingen auf die Suche. Mit Hilfe der TV-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ wurde ebenfalls nach Hinweisen gesucht. 

Der Ermittlungsgruppe gehörten etwa 30 Personen an, teilte die Polizei mit. An bekannten Aufenthaltsorten der Vermissten, zum Beispiel an ihren Laufstrecken, seien speziell ausgebildete Spürhunde eingesetzt worden.

Freiwillige verteilten in Bremerhaven Zettel mit dem Bild der Frau und organisierten sich in sozialen Netzwerken, um selbst auf die Suche zu gehen. Die Polizei teilte mit, sie sei „beeindruckt von der hohen Anteilnahme und der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung“. Die Ermittler baten aber darum, die Privatsphäre der Vermissten und ihrer Familie zu achten und keine Spekulationen zu ihrem Schicksal an die Öffentlichkeit zu tragen. Im russischsprachigen Teil des Internets wird das Verschwinden der Frau viel diskutiert, auch einige russische Medien haben ihren Fall aufgegriffen.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung äußerte sich die besorgte Mutter der Vermissten. Die Tage seit dem Verschwinden ihrer Tochter seien hart, hieß es. Dem Bericht zufolge hatte die Mutter in den sozialen Netzwerken die Familiengeschichte der 32-Jährigen dargelegt. Demnach habe die Vermisste selbst eine kleine Tochter. „In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar lief etwas schief“, wurde ihre Mutter zitiert.

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