Aurich
Jugendherberge: Unterbringung von Geflüchteten verlängert
Ursprünglich sollten die Geflüchteten in der Auricher Jugendherberge nur bis Ende Februar in der Einrichtung bleiben. Diese Frist wurde nun verlängert.
Aurich - Noch bis voraussichtlich Ende März werden Geflüchtete in der Auricher Jugendherberge untergebracht sein. Das teilte die Sprecherin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Hannah Hintze, mit. Ursprünglich sollte die Jugendherberge ab März wieder für reguläre Gäste zur Verfügung stehen.
Grund für die Verlängerung seien die weitere Entwicklung der Pandemie und nicht absehbare Zugangszahlen, so Hintze. Deswegen sei gemeinsam mit dem Landesverband Unterweser-Ems im Deutschen Jugendherbergswerk vereinbart worden, die Unterbringung zu verlängern.
Noch viel mehr Platz
Die Geflüchteten werden in den Jugendherbergen untergebracht, um die Sammelunterkünfte zu entlasten. Die Belegung werde entzerrt und somit die Infektionsgefahr für die Bewohner und dort beschäftigte Personen gemindert, so Hintze. Außerdem seien seit vergangenen Sommer die Zugangszahlen von Geflüchteten deutschlandweit gestiegen.
Die Kapazitäten der Auricher Jugendherberge werden nicht voll ausgeschöpft. Platz wäre für 375 Personen, 73 Menschen leben derzeit dort, teilte Hintze den ON mit. Darunter seien hauptsächlich Familien und vulnerable Personen. Wegen der pandemischen Lage erfolge auch hier keine Vollbelegung.
Nicht alle bleiben in Aurich
Die Zahl der Bewohner in der Auricher Jugendherberge sei über die vergangenen Wochen immer stabil geblieben, heißt es. Auch in den kommenden Wochen solle sich daran wenig ändern. Eine Garantie gebe es dafür allerdings nicht. Planungen seien nur kurzfristig möglich, da die Belegung von der Situation in den Standorten der Landesaufnahmebehörde abhängig sei.
Ende Dezember kamen die ersten Geflüchteten in der Auricher Jugendherberge an. Nicht alle bleiben im Landkreis Aurich. Sie sollen in ganz Niedersachsen auf Wohnungen verteilt werden.