Magdeburg

Lockerer SpVg-Sieg nach Teststress

| | 13.02.2022 15:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
SpVg-Spielerin Leonie Fiedler (Rückennummer 7) bejubelt mit Torschützin Jule Kersten den 4:1-Auswärtssieg in Magdeburg. Foto: Aylin Rewohl
SpVg-Spielerin Leonie Fiedler (Rückennummer 7) bejubelt mit Torschützin Jule Kersten den 4:1-Auswärtssieg in Magdeburg. Foto: Aylin Rewohl
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Auricher B-Juniorinnen bangten den um Einsatz der Torhüterin – dann erlebte sie beim 4:1-Erfolg in der Bundesliga beim Magdeburger FFC ein ruhiges Spiel.

Aurich/Magdeburg - Während des Bundesliga-Spiels beim Magdeburger FFC war der Puls von Trainer Stefan Wilts nur selten in die Höhe geschnellt, zu groß war die Überlegenheit der Auricher B-Juniorinnen beim 4:1-Auswärtserfolg zum Auftakt in die Rückrunde. Die Stunden vor dem Spiel durften aber durchaus als hektisch beschrieben werden.

Nach einem positiven Schnelltest standen die Auricherinnen vor einem massiven Problem auf der Torhüterposition. Zwei Keeperinnen waren schon vorher verletzt, nun stand auch noch der Einsatz von Martha Louise Frieling auf der Kippe. Die Sportvereinigung sorgte schon einmal vor und holte auf der fahrt nach Magdeburg die vierte Torhüterin Paula Blum von der Schule in Bremen ab. Für die etatmäßige Torhüterin wurde kurzerhand ein PCR-Schnelltest organisiert, der war laut Wilts dann negativ. „Er hat uns aber 150 Euro gekostet“, so der SpVg-Trainer.

Schnelle Führung für die SpVg

Die Sorgen waren im Nachhinein unbegründet, Frieling verlebte in Magdeburg ruhige 80 Minuten. Bereits früh stellten die Auricherinnen die Weichen auf Sieg. Lizzy Weinkauf traf bereits nach acht Minuten zur 1:0-Führung, Jule Kersten erhöhte in der 23. Minute auf 2:0. „Wir sind gut in die Partie reingekommen und haben kaum Torchancen zugelassen“, urteilte Wilts über die erste Halbzeit. Nur einmal zeigte die SpVg-Abwehr leichte Konzentrationsschwächen. Kurz vor der Halbzeit schlug eine Auricher Verteidigerin über den Ball, Nationalspielerin Melina Krüger ließ sich diese Chance nicht nehmen und verkürzte auf 1:2. „Danach war es dann für einige Minuten ein wenig brenzlig“, sagte Wilts.

Nach dem Wechsel schalteten die Auricherinnen wieder einen Gang hoch und bestimmten das Spiel. Das 3:1 von Ana-Carolin Hoffmann sorgte für Beruhigung bei Wilts.

Neuzugang mit starker Vorstellung

Ein sehr gutes Debüt lieferte Neuzugang Hanna Ernst, die mit ihrer enormen Schnelligkeit die linke Abwehrseite beackerte. „Sie hat das sehr gut gemacht und ist sehr flexibel“, so Wilts. Auch auf der zentralen Mittelfeldposition oder auf der Sechs könne der Neuzugang spielen.

Auch die andere Neue am Ellernfeld, Alina Vogel erhielt in den letzten zehn Minuten noch ihre Einsatzzeit und bereitete in der Nachspielzeit das 4:1 von Esther Kossy vor.

Wieder waren es vier verschiedene Torschützinnen, die den Auricher Sieg sichergestellt hatten. Das ist auch schon SpVg-Trainer Wilts aufgefallen. „Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem eine Spielerin doppelt getroffen hat“, so Wilts. Wohl auch eine Qualität der Auricherinnen in dieser überaus erfolgreichen Bundesliga-Saison.

Tabellenplatz fünf mit 16 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz – da kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen in der fünften Bundesliga-Saison. Auch Wilts sieht nur noch eine theoretische Möglichkeit, dass seine Mannschaft noch nach unten rutscht in der Bundesliga-Tabelle. „Wenn wir kommendes Wochenende das Auswärtsspiel bei Hannover 96 gewinnen, ist das Ding durch“, sagt Wilts. Das neue Ziel wäre dann so weit wie möglich noch oben zu landen. „Platz vier oder fünf wäre schon toll“, so Wilts.

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