Großefehn
Haushalt verabschiedet: 14 Millionen Euro für die Zukunft Großefehns
Der Haushalt für 2022 ist in Großefehn nun beschlossene Sache. Ganz ohne Kritik passierte er den Rat am Donnerstagabend aber nicht.
Großefehn - Jetzt ist er abgesegnet: Der Großefehntjer Rat hat am Donnerstagabend den Haushalt für das Jahr 2022 beschlossen. 14 Millionen Euro sind für Investitionen eingeplant. Die geplanten Projekte sollen dazu beitragen, Großefehn für die Zukunft gut aufzustellen. Unter anderem stehen die Erschließung neuer Gewerbeflächen im Bereich Mittegroßefehn/Aurich-Oldendorf (jeweils 800.000 Euro in diesem und nächstem Haushaltsjahr), der Bau eines Feuerwehr-Zentrums (2,55 Millionen Euro), die Erweiterung der KGS (2,2 Millionen Euro) sowie der Anbau einer Krippengruppe an die Kita Mittegroßefehn (500.000 Euro) an.
Insgesamt plant die Verwaltung, das Jahr mit einem Defizit von 375.200 Euro abzuschließen. Die Gemeinde hofft aber darauf, dass das Minus durch Mehreinnahmen und Einsparungen im Laufe des Jahres noch minimiert werden kann. Die Verschuldung der Gemeinde wächst dabei durch Kreditaufnahmen um 7 Millionen Euro.
Fraktionen äußerten Kritik
Das bereitete den Fraktionen im Rat Bauchschmerzen. Nichtsdestotrotz wurde der Haushalt mit vier Enthaltungen einstimmig beschlossen. Wolfgang Dirksen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, kritisierte die Steigerung der Personalkosten um etwa 20 Prozent. Zudem kann die Gemeinde ihre laufenden Kosten nicht decken. Die Neuverschuldung ist der SPD zwar ein Dorn im Auge, es würden aber auch viele Werte dafür geschaffen werden. Ähnlich äußerten sich auch Hans Freese für die Bürgerliste und Udo Schöttler für die Fraktion CDU/FDP/Frieden.
Steffen Wirsik, Vorsitzender der Fraktion Grüne/Linke, kritisierte erneut, dass seit 2018 keine Jahresabschlüsse vorliegen. Nach wie vor werde mit nicht belastbaren Zahlen gearbeitet. Damit begründete er auch die Enthaltung seiner Fraktion. Neben den drei Mitgliedern von Grüne/Linke hatte sich auch Annika L. Bohlen (SPD) enthalten. Jochen Beekhuis (fraktionslos) bekräftigte, dass die Gemeinde mehr finanzielle Unterstützung für Pflichtaufgaben, wie den Kita-Betrieb, einfordern sollte. Darauf hatte zuvor bereits Bürgermeister Erwin Adams (parteilos) gepocht.
Der Großefehntjer Rat hat den Beschluss zum Haushalt in diesem Jahr wesentlich früher gefasst als sonst. Mitte Januar war das Zahlenwerk erstmals präsentiert worden. Im Eiltempo wurden die Pläne dann in den Ausschüssen und Fraktionen besprochen. Nicht einmal drei Wochen später liegt nun der Beschluss vor.