Aurich
Erster Stadtrat: Sportplatz in Walle wird sofort saniert
Im Sozialausschuss der Stadt Aurich war die Reparatur des Sportplatzes Walle auf die Haushaltsberatungen geschoben worden. Der Betriebshof kann die Arbeiten nicht übernehmen. Jetzt wird klar, warum.
Aurich - Noch am Dienstag hatte es geheißen, die Sanierung der Aschenbahn auf dem Sportplatz in Walle muss mindestens bis nach den Haushaltsberatungen warten (wir berichteten). Nur einen Tag später machte der Erste Stadtrat Hardwig Kuiper im Gespräch mit den ON klar: Die Sanierung muss schneller und zwar quasi sofort erfolgen.
Rückblick: Die Aschenbahn auf dem Sportplatz in Walle ist überwuchert, teilweise gibt es Versackungen, Baumwurzeln unter der Bahn werden zu gefährlichen Hindernissen – so beschreibt Ortsbürgermeisterin Monika Gronewold (CDU) den Zustand des Sportplatzes. Der Ortsrat beantragte deshalb im Sozialausschuss am Dienstag die zügige Sanierung des städtischen Geländes. Denn dort soll auch Schulsport stattfinden und der SV-Komet Walle trainieren.
Schäden auf dem Platz sind zu groß für Betriebshof
Das Problem: Der Versuch der Stadt, den Auricher Betriebshof mit den Arbeiten zu beauftragen scheiterte, wie Fachdienstleiterin Brigitte Weber den Ausschussmitgliedern mitteilte. Zur Begründung sagte Weber: „Der Betriebshof hat uns eindeutig signalisiert, dass sie derzeit keine personellen Kapazitäten haben, um diese Anlage instand zu setzen und den Auftrag auszuführen.“
Jetzt wird klar, es liegt mitnichten an einem etwaigen Personalmangel, dass der Betriebshof die Arbeiten nicht übernehmen kann. Es liegt am schlechten Zustand des Sportgeländes, sagte Kuiper. Der Betriebshof sei für Instandhaltungsarbeiten und Pflege von städtischen Anlagen zuständig. Darüber würden die Arbeiten in Walle aber weit hinausgehen. „Das ist keine Maßnahme für einen Garten- und Landschaftsbau“, sagte Kuiper. Der Unterbau einer Aschenbahn müsse bestimmten Anforderungen gerecht werden, dafür gebe es DIN-Normen. Für solche Arbeiten brauche es besonderes technisches Gerät und Know-how. Dafür gebe es Fachfirmen. Warum der Politik im Sozialausschuss am Dienstag diese Antwort nicht gegeben wurde, bleibt offen.
Spätestens in der kommenden Woche soll ein Unternehmen sich die Bahn und die Sprunganlage ansehen. Gemeinsam mit der Firma, dem technischen Dienst und dem Fachbereich Bildung und Sport solle dann entschieden werden, was gemacht werden muss. Anders als am Dienstag angekündigt, muss dieser Auftrag dann durch die Haushaltsberatungen abgesegnet werden, betonte Kuiper. „Bei den Arbeiten handelt es sich um die Verkehrssicherungspflicht der Stadt“, sagte er. Es handele sich um eine Anlage, auf der Schulsport stattfinde. Die Mittel für die Sanierung der Anlage würden bereitgestellt.
Solange die Schäden noch nicht repariert sind, sollen entsprechende Schilder auf die Gefahrenstellen hinweisen, sagte Kuiper.