Aurich

Baustellen: Zahlreiche Straßensperrungen in diesem Jahr

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 02.02.2022 12:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Die Ostertorkreuzung muss für ein Wochenende voll gesperrt werden. Foto: Romuald Banik
Die Ostertorkreuzung muss für ein Wochenende voll gesperrt werden. Foto: Romuald Banik
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Auf mehreren Bundesstraßen soll es in diesem Jahr Baumaßnahmen der Landesstraßenbaubehörde geben. Los geht es aber mit einer großen Kreuzung in Aurich, die voll gesperrt werden muss.

Aurich - Erst Mitte vorigen Jahres wurde die Leerer Landstraße zwischen Fischteichweg und Kreuzstraße neu asphaltiert. Auch die Kreuzungsbereiche wurden damals mit einbezogen. An der Ostertorkreuzung allerdings ließ die Qualität des Asphalts zu wünschen übrig. Dort muss die Baufirma nacharbeiten. Das bestätigt Frank Buchholz, Leiter der Auricher Straßenbaubehörde, auf ON-Anfrage. Voraussichtlich ein Wochenende lang muss die Kreuzung, die zu den meistbefahrenen in Ostfriesland gehört, voll gesperrt werden. Dann wird die Fahrbahndecke wieder abgefräst und eine neue Asphaltschicht eingebaut. Den Steuerzahler wird das nichts kosten, denn es handelt sich um Arbeiten, die von der Garantie gedeckt sind. Einen genauen Zeitpunkt für diese Maßnahme gibt es noch nicht. „Aber es wird vor dem Baustart in der Fockenbollwerkstraße sein“, so Buchholz.

Reifenspuren haben sich in den Asphalt geprägt – ein Hinweis auf die mangelhafte Qualität des Materials. Foto: Romuald Banik
Reifenspuren haben sich in den Asphalt geprägt – ein Hinweis auf die mangelhafte Qualität des Materials. Foto: Romuald Banik

Die Arbeiten in der Fockenbollwerkstraße werden nach derzeitiger Planung im Mai dieses Jahres beginnen und rund eineinhalb Jahre dauern. Für den ersten Abschnitt zwischen Ostertorkreuzung und Jann-Berghaus-Straße rechnet Buchholz mit einer Bauzeit von einem Jahr. Weitere sechs Monate werde es dauern, den neuen Kreisel an der Wallinghausener Staße zu bauen. Es müssen laut Buchholz immer noch einige Details geklärt werden, was die Umleitungsstrecken betrifft. Klar war bereits, dass die Fockenbollwerkstraße nicht voll gesperrt wird. Denn die neuen Mehrfamilienhäuser an der Straße müssen ebenso wie das Altenwohnheim „Rosentor“ rund um die Uhr von der Feuerwehr angefahren werden können. „Die Drehleiter ist bei diesen Gebäuden der zweite Fluchtweg für die Bewohner“, so Buchholz. Deswegen müsse die Straße in Teilen immer offen sein. Es werde ein Baubüro geben, in dem Anwohner Probleme direkt ansprechen könnten. Vor dem Baustart werde es umfangreiche Informationen über die Zeitung geben. Auch eine Informationsveranstaltung in der Auricher Stadthalle sei geplant, so Buchholz. Das hänge aber davon ab, wie die Coronalage sich entwickele.

Bundesstraße von Moordorf nach Georgsheil wird saniert

Davon profitieren auch die Anlieger der Straße „Am Ostbahnhof“. Dabei handelt es sich um eine Sackgasse, die nur über die Fockenbollwerkstraße erreicht werden kann. „Wir werden eine Einbahnstraße einrichten“, erklärt Buchholz. Anlieger, Feuerwehr und Rettungsdienst werden in Richtung Ostertorkreuzung fahren können. Zurück müsse dann der Weg über die Egelser Straße gewählt werden. Kritik habe es gegeben, weil auch der Hoheberger Weg als Umleitungsstrecke ausgewiesen werden soll, so Buchholz. Denn dort, so die Einwände, gebe es bereits jetzt Staus zu Stoßzeiten. Allerdings stehen die Wagen dann in Richtung der Großen Mühlenwallstraße. „Der Umleitungsverkehr geht ja in die andere Richtung“, sagt Buchholz.

Frank Buchholz ist Leiter der Auricher Landesstraßenbaubehörde. Foto: Romuald Banik
Frank Buchholz ist Leiter der Auricher Landesstraßenbaubehörde. Foto: Romuald Banik

Einige weitere Baustellen in und um Aurich wird es in diesem Jahr von Seiten der niedersächsischen Straßenbaubehörde geben. So soll im ersten Halbjahr die Bundesstraße 72/210 zwischen Moordorf und Georgsheil eine neue Asphaltdecke bekommen. Unklar ist es laut Buchholz derzeit noch, ob die Straße für die Dauer der Arbeiten voll gesperrt werden wird. Ein genauer Plan mit möglichen Umleitungsstrecken werde derzeit erarbeitet. Mehrere Wochen werden diese Arbeiten andauern. Ab 2028 soll an der Strecke in Uthwerdum die neue Zentralklinik in Betrieb gehen. Zahlreiche Baufahrzeuge werden vorher die Bundesstraße nutzen und so stark belasten. Dennoch, so Buchholz, sei es sinnvoll, schon jetzt die Asphaltschicht zu erneuern. Denn während des Baus der Zentralklinik sei eine Baustelle auf der Bundesstraße schlecht einzurichten. Und auch nach der Fertigstellung des Krankenhauses sei es nicht gut, die Bundesstraße zu sperren. Nötig sei die Erneuerung der Asphaltschicht auf der Strecke, auch wenn Schäden nicht an allen Stellen offensichtlich seien. „Der Bund stellt an seine Straßen auch höhere Anforderungen als das Land“, sagt Buchholz.

Auch im Südkreis werden Straßen saniert

Auch nach dem Ende der Arbeiten wird es an der Bundesstraße 210 in Richtung Emden weiter Unruhe geben. Denn im zweiten Halbjahr 2022 soll endlich der Abschnitt zwischen Loppersum und Abelitz in Angriff genommen werden. Oft wurde die Maßnahme, die eineinhalb Jahre dauern wird, angekündigt. Zuletzt wurde der Baubeginn wieder verschoben, weil der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) an der Landesstraße 1 in Ochtelbur den Abwasserkanal unter Vollsperrung erneuern musste. Eine Vollsperrung kann es zwischen Loppersum und Abelitz laut Buchholz nicht geben. Daher werde seine Behörde eine Einbahnstraße Richtung Emden einrichten. Zurück nach Georgsheil geht es dann nur über die Krummhörn.

Auch im Süden des Landkreises Aurich werden sich die Autofahrer auf Baustellen samt Sperrungen einstellen müssen. Denn zwischen Strackholt und Wiesmoor wird in diesem Jahr die Fahrbahndecke der Bundesstraße 436 erneuert. Auch dort steht noch nicht fest, ob die Straße voll gesperrt werden kann. Direkt an der Grenze des Landkreises Aurich soll schließlich die Ortsdurchfahrt Hesel in Angriff genommen werden. Das hat Auswirkungen auf den Verkehr von Aurich in Richtung Leer, Cloppenburg und Oldenburg. „Wir schauen noch, wie wir es machen können“, sagt Frank Buchholz. Denn die Samtgemeinde Hesel habe noch neue Ideen für die Nebenanlagen wie zum Beispiel Blumenbeete.

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