Ihlow

Mehr Geld für Naturschutz und Sportvereine

| | 01.02.2022 10:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei den Haushaltsplanungen in Ihlow hat es noch ein paar Änderungen gegeben. So soll es unter anderem mehr Geld für Naturschutz geben. Foto: DPA
Bei den Haushaltsplanungen in Ihlow hat es noch ein paar Änderungen gegeben. So soll es unter anderem mehr Geld für Naturschutz geben. Foto: DPA
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Der Ihlower Finanzausschuss hat am Montag einen Empfehlungsbeschluss zum Haushalt gefasst. Zuvor gab es noch einige Änderungen. Eine Position sorgte dabei für Irritation.

Ihlow - Der Ihlower Finanzausschuss hat am Montag einen Empfehlungsbeschluss zu den aktuellen Haushaltsplanungen für 2022 gefasst. Gerd Jakobs (UWG) und Hinrich Kleemann (CDU) enthielten sich aber. In den Fraktionen soll noch abschließend über den Haushalt diskutiert werden. Alle anderen Ausschussmitglieder stimmten für den Haushalt. Zuvor gab es aber noch einige Änderungen. So soll es unter anderem mehr Geld für den Naturschutz geben.

Die UWG und die Grünen hatten beantragt, den Etat in diesem Bereich von 100.000 Euro auf 130.000 Euro anzuheben. Denn der vorherige Ansatz werde für den Ankauf von Kompensationsflächen verbraucht. Die 30.000 Euro sollen hingegen anderen Naturschutzprojekten zugute kommen. So möchten UWG und Grüne die Neuanpflanzung von Bäumen sowie Wildgehölzstreifen, die Pflege von Kompensationsflächen und das Aktionsprogramm des Landes für mehr Insektenvielfalt mit dem Geld unterstützen. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

Geld für Sportplätze und Sanitäranlagen

Außerdem wurde die Umrüstung von Flutlichtanlagen auf den Sportplätzen Weene und Westerende auf LED im Haushalt eingeplant. Die Vereine sollen die Umrüstung dabei in Eigenregie durchführen (wir berichteten). Die Gemeinde zahlt einen Zuschuss von 35 Prozent, gedeckelt auf jeweils 10.000 Euro pro Sportplatz. Im nächsten Jahr sollen Riepe und Simonswolde folgen. Dem entsprechenden Antrag der SPD wurde einstimmig zugestimmt.

Zudem sollen auch die Sanitäranlagen des TUS Weene saniert werden. Die SPD-Fraktion beantragte, hier 10.000 Euro für die Planungskosten bereit zu halten. Dem wurde einstimmig stattgegeben. In diesem Zusammenhang beantragte Karl Enno Rocker (Grüne), dass die Gemeinde eine Übersicht der Kosten durch die Beauftragung von Architekturbüros erstellt. Dem stimmten die Ausschussmitglieder ebenfalls einstimmig zu. Außerdem wurde auch einstimmig für 10.000 Euro Planungskosten für den Umbau des zu klein gewordenen Lehrerzimmers in der Grundschule Weene gestimmt. Auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der IGS (wir berichteten) wird im Haushalt berücksichtigt. 90.000 Euro werden hierfür in 2022 für die Ausschreibungskosten fällig. Alle Ausschussmitglieder stimmten dafür.

Irritation über den Straßenetat

Irritation gab es über einen Antrag von CDU, UWG und den Grünen. Die Fraktionen wollten den Etat für Straßensanierungen um 200.000 Euro aufstocken. In den aktuellen Haushaltsentwürfen sind 500.000 Euro dafür vorgesehen. Was die Ausschussmitglieder noch nicht wussten: Vom vergangenen Jahr stehen noch weitere 524.000 Euro Restmittel zur Verfügung.

Laut Rocker wäre der Antrag nicht gestellt worden, wenn schon vorher bekannt gewesen wäre, dass fast eine Million Euro zur Verfügung steht. Er beantragte deshalb, dass die Gemeinde halbjährlich über die Höhe der unverbrauchten Gelder berichtet. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu, ebenso wie dem Beibehalten des bisherigen Etats. Über eine Prioritätenliste soll noch im Bauausschuss diskutiert werden.

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