Großefehn

Ehemaliges Seniorenheim in Großefehn verwandelt sich

Ann-Kathrin Stapf
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Von Ann-Kathrin Stapf
| 26.01.2022 13:32 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Derzeit wird das ehemalige Seniorenwohnheim umgebaut. Foto: Romuald Banik
Derzeit wird das ehemalige Seniorenwohnheim umgebaut. Foto: Romuald Banik
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Im Herbst soll der Komplex in Großefehn für betreutes Wohnen für jüngere Menschen mit Behinderung bezugsfertig sein. Seit November laufen die Umbauarbeiten.

Großefehn - Verwandlung von alt zu jung: Im ehemaligen Awo-Seniorenheim (Arbeiterwohlfahrt) in Großefehn soll ein betreutes Wohnheim entstehen, diesmal aber für jüngere Menschen, die eine Behinderung haben. Solche Plätze sind im Landkreis Aurich Mangelware. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Ab Herbst sollen laut Thore Wintermann, Geschäftsführer des Awo-Bezirks Weser-Ems, die ersten Bewohner einziehen.

Zielgruppe sind Volljährige bis 65-Jährige mit den Pflegegraden eins bis vier. Zum Komplex gehört ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit einer Küche. Dort soll Raum für Zusammenkünfte und gemeinsames Kochen sein. Es sollen 13 Wohnungen für jüngere Bewohner mit je 80 Quadratmetern entstehen, in denen Paare oder eine Wohngemeinschaft unterkommen sollen, beziehungsweise Einzelpersonen in Apartments mit 33 Quadratmetern. Hinzu kommen 12 Wohnungen für das betreute Wohnen mit einer Größe zwischen 33 Quadratmetern und 70 Quadratmetern.

Hilfe nach Bedarf

Die Idee ist es, dass die Leute in den Wohngemeinschaften und Apartments eigenständig wohnen und je nach Bedarf ein Serviceangebot annehmen können. Personal soll zu bestimmten Zeiten präsent sein. Hinzu kommen pflegerische oder haushaltsnahe Dienste, die bei frei wählbaren Anbietern dazu genommen werden können.

Die Bauarbeiten haben im November begonnen. Wintermann erklärt: „Wir kommen gut voran und liegen trotz der Corona-Krise im Plan.“ Läuft weiter alles nach Plan, werden die Arbeiten im Herbst abgeschlossen sein und die Bewohner können einziehen. In Kürze soll es mehr Informationen über das Angebot geben und wer Ansprechpartner für Interessenten ist.

Hohe Nachfrage

Wie Wintermann zu Beginn der Planungen sagte, sei man zu dem Schluss gekommen, dass es eine große Nachfrage nach Wohnungen für Erwachsene gibt, die zu jung für ein Seniorenheim sind, aber im Alltag bei manchen Tätigkeiten Hilfe benötigen. Das Angebot hingegen sei sehr gering.

Man habe in Absprache mit der Gemeinde und nach einer Marktanalyse den Bedarf ermittelt. Das Gebäude weiter als Seniorenheim zu betreiben, wäre nicht wirtschaftlich gewesen, weil es schlicht zu klein war. Erst ab 80 Einheiten könne man überhaupt die schwarze Null erreichen. Das liege an dem großen Apparat, der an die Wohneinheiten angeschlossen sei. Veränderungen müssten beispielsweise an den Badezimmern, Zuwegungen und Terrassen vorgenommen werden, um unter anderem alles rollstuhlfahrergerecht zu gestalten.

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