Bremen
Drei Festnahmen nach Angriffen in Bremen-Rablinghausen
Am Sonntagabend beschäftigten zwei Personengruppen in Bremen-Rablinghausen gleich mehrfach die Polizei. Die Gruppen gerieten verbal und mit einem Messer aneinander. Im weiteren Verlauf beschuldigten sich die Parteien gegenseitig mit einer Schreckschusspistole bedroht worden zu sein.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, trat ein Unbekannter am Sonntag gegen 20.40 Uhr gegen das Haustor eines 26-Jährigen, der mit seiner Familie an der Woltmershauser Straße wohnt. Als der 26 Jahre alte Mann ihn aufforderte, dies zu unterlassen, drohte der Mann ihm, er werde gleich wiederkommen. Kurze Zeit später kehrte der Unbekannte mit weiteren Personen zurück und verschaffte sich gewaltsam Zutritt zum Haus. Dabei gingen Glasfenster einer Tür zu Bruch.
Einer der Angreifer hielt ein Messer in der Hand und bedrohte die Hausbewohner, die die Polizei verständigten. Bei dem Vorfall wurde ein 61-Jähriger leicht verletzt und kam zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus.
Einsatzkräfte stellten wenig später einen 22-jährigen Tatverdächtigen in der Nähe. Er sperrte sich gegen die polizeilichen Maßnahmen und spuckte mehrfach in Richtung der Einsatzkräfte und versuchte der eingesetzten Ärztin an der Wache, in die Hand zu beißen. Bei der Überprüfung seiner Identität stellten Polizisten fest, dass er sich illegal in Deutschland aufhielt. Einsatzkräfte fertigten Strafanzeigen wegen unerlaubten Aufenthalts, Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.
Gegen 23 Uhr wurde die Polizei erneut zur Woltmershauser Straße gerufen. Die Familie des 26-Jährigen geriet abermals mit den Personen des ersten Vorfalls in eine Auseinandersetzung. Nun beschuldigten sich die Gruppen gegenseitig, mit einer Schreckschusswaffe bedroht worden zu sein. Ein 29-Jähriger und ein 22-Jähriger wurden vorläufig festgenommen. Der 29-Jährige hatte eine leichte Handverletzung, die von Rettungskräften ambulant behandelt werden konnte. Einsatzkräfte erteilten mehrere Platzverweise und führten sogenannte Gefährderansprachen durch. Vor Ort konnten sie weder Patronenhülsen noch eine Schreckschusswaffe auffinden.
Die Ermittlungen dauern an.