Aurich

Kreis Aurich soll bis zu 19 Geflüchtete pro Woche aufnehmen

Franziska Otto
|
Von Franziska Otto
| 24.01.2022 12:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Gruppe von Menschen, bei denen es sich vermutlich um Migranten handelt, sitzt in einem Bus. Foto: DPA
Eine Gruppe von Menschen, bei denen es sich vermutlich um Migranten handelt, sitzt in einem Bus. Foto: DPA
Artikel teilen:

Bis zu 19 Geflüchtete pro Woche soll der Kreis Aurich nach einer Vorgabe der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen aufnehmen. Grund für die seit November geltende Regelung ist unter anderem die Pandemie.

Aurich - Händeringend sucht der Landkreis Wittmund nach Wohnungen für Geflüchtete. Im Kreis Aurich ist die Lage hingegen noch entspannt – trotz der Vorgabe der Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen, dass in den kommenden Wochen im Kreisgebiet bis zu 19 Geflüchtete pro Woche aufgenommen werden sollen.

Die Regelung besteht bereits seit November des vergangenen Jahres. Seitdem wurden 126 Menschen aufgenommen, so Müller-Gummels. Wie viele Menschen der Kreis tatsächlich aufnehmen wird, könne man derzeit nicht abschätzen.

Einzelreisende und Familien

Grund für die Aufnahmeregelung ist unter anderem die Corona-Pandemie, geht aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung Wittmund hervor. Demnach muss das Land die Aufnahmekapazitäten in den eigenen Einrichtungen verringern, um im Bedarfsfall Quarantänebereiche für Covid-19-Erkrankte und deren Kontaktpersonen vorzuhalten.

Bei den Aufzunehmenden handelt es sich sowohl um Einzelreisende als auch um Familien, teilt Kreissprecher Rainer Müller-Gummels den ON mit. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Aufnahme sowie eine adäquate Unterbringung sichergestellt. Weiterhin ist der Landkreis für die Gewährung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie für die Aufgaben nach dem Aufenthaltsgesetz zuständig.

Nicht unbedingt langfristig in Aurich

Unterkommen sollen die Geflüchteten laut Müller-Gummels zentral in den Integrationsstützpunkten an den Standorten in Aurich und Norden, die von der Kreisvolkshochschule Aurich-Norden betrieben werden. Familien sollen dezentral in Wohnungen im Kreisgebiet untergebracht werden. Je nach Personenzahl soll eine angemessene Wohnungsgröße und eine entsprechende Ausstattung mit Mobiliar und Hausrat sichergestellt werden.

Wie viele Wohnungen für die Geflüchteten benötigt werden, könne man noch nicht abschätzen, so Müller-Gummels. Das liege daran, dass sich die Anzahl der bei der LAB untergebrachten Familien stetig ändere.

Das Land mietet Jugendherbergen an, um den vielen Menschen, die Niedersachsen erreicht haben, ausreichend Platz bieten zu können. Denn die Anzahl an Geflüchteten, die ins Land kommen, hat sich im Vergleich zum Beginn des Jahres vervielfacht. Waren es Anfang Januar 2021 noch 170 Personen in der Woche, kamen in der 50. Kalenderwoche 460 Neuzugänge nach Niedersachsen.

Nicht alle der Geflüchteten sollen langfristig im Kreis Aurich bleiben, teilte die Sprecherin der LAB, Hannah Hintze, auf Anfrage mit. So würden bereits jetzt die Menschen in der Auricher Jugendherberge verteilt.

Ähnliche Artikel