Hilkenborg

700 Kubikmeter Schutt fallen beim Abriss des Pfeilers an

Carsten Ammermann
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Von Carsten Ammermann
| 22.01.2022 08:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vier Brückenpfeiler stehen in der Ems. Der Pfeiler 5 (Bild) ist der erste Pfeiler, der abgerissen werden soll. Dafür wird laut Bahn ein spezieller Hydraulikbagger eingesetzt. Zuvor werden noch insgesamt 44 Spundwände um den Pfeiler herum in den Emsboden gerammt, damit der Schutt nicht in den Fluss fällt. Foto: Ammermann
Vier Brückenpfeiler stehen in der Ems. Der Pfeiler 5 (Bild) ist der erste Pfeiler, der abgerissen werden soll. Dafür wird laut Bahn ein spezieller Hydraulikbagger eingesetzt. Zuvor werden noch insgesamt 44 Spundwände um den Pfeiler herum in den Emsboden gerammt, damit der Schutt nicht in den Fluss fällt. Foto: Ammermann
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Der Abriss des Pfeilers 5 der Friesenbrücke bei Hilkenborg soll im Februar beginnen. Allein bei diesem Abbruch werden rund 700 Kubikmeter Schutt anfallen. Aktuell werden Spundwände in die Ems gerammt.

Hilkenborg - Die Planungen für die weitere Demontage der Friesenbrücke bei Hilkenborg laufen auf Hochtouren. Nachdem Mitte Dezember der rund 300 Tonnen schwere Brückenüberbau von den Pfeilern in der Ems auf Weeneraner Seite herausgehoben worden ist, soll jetzt der Pfeiler 5 abgerissen werden. Das teilte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage mit.

Direkt an der Bahnlinie in der Nähe der Friesenbrücke bei Hilkenborg - im Hintergrund ist der Bahndamm mit dem Gleis zu sehen - ist eine weitere Lagerfläche entstanden. Foto: Ammermann
Direkt an der Bahnlinie in der Nähe der Friesenbrücke bei Hilkenborg - im Hintergrund ist der Bahndamm mit dem Gleis zu sehen - ist eine weitere Lagerfläche entstanden. Foto: Ammermann

Am Anfang der Planungen für den Abbruch der Friesenbrücke gab es bei der Bahn Überlegungen, sogenannte Lockerungssprengen an den sechs Pfeilern vorzunehmen. Vier davon stehen in der Ems, außerdem gibt es sogenannte Widerlagerpfeiler jeweils zu Beginn und am Ende der Friesenbrücke. Die Pläne der Lockerungssprengungen sind verworfen worden. Jetzt soll ein spezieller Hydraulikbagger eingesetzt werden. Und der Bagger wird gut zu tun haben. Denn der Pfeiler 5 ist fünf Meter breit, elf Meter lang und 13 Meter hoch. „Alle Pfeiler bestehen aus einem Betonkern mit einer mehrschichtigen Klinkerschale“, sagte die Bahnsprecherin. Laut Berechnungen der Deutschen Bahn fallen allein beim Abbruch des Pfeilers 5 insgesamt 700 Kubikmeter Schutt an.

Spundwände werden rund um den Pfeiler gesetzt

Doch bevor der Abbruch beginnen kann, müssen noch Spundwände um die Pfeiler herum in den Boden des Emsflusses gerammt werden. Damit ist mittlerweile beim Pfeiler 5 begonnen worden.

Erst wenn die alte Friesenbrücke komplett entfernt worden ist, kann mit dem Bau der neuen Drehbrücke begonnen werden. „Wir planen eine Vorfertigung auf dem Bahndamm, bei der die Elemente sukzessive gefertigt und über Vorschubbahnen in ihre Endpositionen geschoben werden. Andere Technologien sind jedoch auch möglich“, heißt es.

Seit der ersten Planung der neuen Eisenbahnbrücke gab es mehrere Kostenexplosionen. Zunächst war von 30 Millionen Euro die Rede, dann von 60 Millionen. Zuletzt sind die veranschlagten Baukosten auf 125 Millionen Euro festgesetzt worden.

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