Großefehn

Improvisations-Marathon im Kita-Bereich

Ann-Kathrin Stapf
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Von Ann-Kathrin Stapf
| 18.01.2022 19:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der Kinderkrippe Mühlenhof im Zentrum von Großefehn wurde kurzfristig Platz für eine Gruppe mehr geschaffen. Foto: Ann-Kathrin Stapf
In der Kinderkrippe Mühlenhof im Zentrum von Großefehn wurde kurzfristig Platz für eine Gruppe mehr geschaffen. Foto: Ann-Kathrin Stapf
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In der Gemeinde Großefehn laufen die Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr. Schon jetzt ist klar: Es muss schnell mehr Platz geschaffen werden. Wieder einmal.

Großefehn - Eine Punktlandung: Das war bisher immer das Ziel der Gemeinde Großefehn, was die Kindergarten- und Krippenplätze angeht. Im Jahresabschlussgespräch illustrierte Fachbereichsleiter Frank Cramer deutlich, dass es immer eine Gratwanderung sei, genug, jedoch nicht zu viele Plätze vorzuhalten. Für 2021 ging der Plan gut auf. Angebot und Nachfrage passten mit kleineren Abweichungen sehr gut zueinander. Für das kommende Schuljahr sieht das aber anders aus.

Für das nächste Kindergartenjahr laufen gerade die Anmeldungen. Die Frist endet mit dem Februar. Doch schon Mitte Januar zeichnet sich ab, dass die Plätze nicht reichen werden.

Container und ein Anbau

Während der Präsentation des Haushaltsplanes wurde diese Thematik angesprochen. Der Plan der Gemeinde: Kurzfristig Plätze schaffen. Das soll zum einen über einen Anbau geschehen, sowie über mehrere Container, in denen Gruppen untergebracht werden sollen.

Im schnellen Handeln ist die Gemeinde geübt. Schon im vergangenen Jahr musste die Gemeinde rund 50 fehlende Plätze im Kita-Bereich aus dem Hut zaubern. Die Lösung war es, in den bestehenden Einrichtungen den vorhandenen Platz effektiver zu nutzen. Unter anderem sah der Plan vor, im Kindergarten Holtrop den Therapieraum für eine Gruppe zu nutzen. Im Mühlenhof sollte das Dachgeschoss ausgebaut werden. Dadurch sollten die 27 Plätze zu wenig bei den Krippen und 20 bei den Kindergärten geschaffen werden. Am Ende des Jahres 2021 hatte die Gemeinde einen Zustand, in dem Angebot und Nachfrage fast genau zueinander passten. Schon zu diesem Zeitpunkt ließ Fachbereichsleiter Frank Cramer anklingen, dass es im kommenden Kita-Jahr schwierig werden könnte.

Container wollte Gemeinde bisher meiden

Nun muss eine ungeliebte Maßnahme her. Denn um Containerlösungen wollte man einen Bogen machen. Diese bezeichnet man in Großefehn liebevoll als „mobile Lösung“. Was im vergangenen Jahr noch mit etwas Geschick funktionierte, ist dieses Jahr nicht mehr machbar. Großefehn ist eine Zuzugsgemeinde. Gerade bei jungen Paaren, die eine Familie gründen wollen, ist der Ort sehr beliebt. Das spiegelt sich auch in den seit Jahren hohen Geburtenzahlen und den starken Zügen in den Kitas und den Schulen in Großefehn wieder.

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