Moordorf

50 Moordorfer Kita-Kinder in Quarantäne

| | 18.01.2022 16:47 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Kita Flohkiste in Moordorf ist zurzeit wegen zahlreicher Corona-Fälle geschlossen. Foto: Holger Janssen
Die Kita Flohkiste in Moordorf ist zurzeit wegen zahlreicher Corona-Fälle geschlossen. Foto: Holger Janssen
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Am Kindergarten Flohkiste in Moordorf hat es zahlreiche Corona-Fälle gegeben – die Einrichtung bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Nicht nur Kinder sind betroffen.

Kreis Aurich - Überall im Landkreis Aurich nimmt die Zahl der Corona-Fälle an Schulen und Kitas zu. Besonders hart getroffen hat es jetzt den Kindergarten Flohkiste in Moordorf. Deren Leiterin Waltraud Bahl bestätigte den ON jetzt auf Nachfrage einen Ausbruch mit mindestens zwölf bereits bestätigten positiven PCR-Tests. Zahlreiche weitere Ergebnisse stehen nach einem vom Landkreis angeordneten Reihentest aber noch aus. Die Einrichtung ist zurzeit geschlossen, 50 Kita-Kinder sind in Quarantäne.

Rückblick: Bereits am Freitag hat es laut Bahl einen ersten positiven Fall an ihrer Kita gegeben. Es sei aber schwierig gewesen, am Wochenende jemandem beim Landkreis zu erreichen, um weitere Schritte zu besprechen. „Ich habe dann selbst erstmal entschieden, dass wir zunächst zu machen“, sagte Waltraud Bahl im Gespräch mit den ON. Durch Zufall habe sie dann eine Handynummer bekommen, mit deren Hilfe sie auch am Wochenende mit dem Gesundheitsamt habe sprechen können. Daraufhin sei ihr bestätigt worden, dass die Einrichtung geschlossen bleiben müsse und die Kinder und Mitarbeiter in Quarantäne bleiben. Am Montag habe das Gesundheitsamt des Landkreises dann die PCR-Tests angeordnet, sagte Bahl. Diese seien mittlerweile gemacht worden.

Zwei Erzieher haben sich trotz Booster infiziert

„Heute klingelt ununterbrochen das Handy, weil mir ständig Kinder sagen, dass sie Corona haben“, sagte Bahl am Dienstag. Es tue ihr in der Seele weh, dass die kleinen Kinder das jetzt haben, sagte sie. Dabei sind in ihrer Einrichtung nicht nur die Kinder betroffen. Auch zwei Erzieherinnen seien positiv auf das Virus getestet worden – trotz Booster, wie Bahl sagte. Zwar gelten deren Infektionen noch immer als leicht, dennoch hätten die Kolleginnen am Wochenende mit hohem Fieber und grippeähnlichen Symptomen im Bett gelegen.

Wie es jetzt konkret in der Flohkiste weitergeht, weiß Waltraud Bahl noch nicht. Zunächst würden alle PCR-Ergebnisse abgewartet. Sie rechnet damit, dass sich das Ausbruchsgeschehen und auch die Schließung der Kita mindestens noch eine Woche oder 14 Tage hinziehen wird, wie sie sagte. Waltraud Bahl selbst war in der vergangenen Woche nicht im Kindergarten. „Zum Glück, sonst wäre ich jetzt wahrscheinlich auch infiziert und müsste auch noch mein Bistro schließen“, sagte sie.

Kita-Betreiberin vom Ausbruch nicht überrascht

Die Kita-Betreiberin und passionierte Köchin betreibt neben ihrem Kindergarten auch noch das „Twee-Pott-Huus“ unter dem Auricher Lambertiturm, in dem es unter anderem einen Mittagstisch gibt.

Waltraud Bahl ist vom Corona-Ausbruch im Kindergarten am Schultrift nicht überrascht. „Es war mir klar, dass so etwas passiert“, sagte sie. Jedes Kind müsse in die Schule oder in die Kita. Die Busse seien viel zu voll. Außerdem ist sie davon überzeugt, dass nicht alle Eltern ihre Kinder regelmäßig auf das Corona-Virus testen, so wie es zurzeit vom Land vorgeschrieben ist. Sie gehe davon aus, dass viele Zettel von den Eltern einfach ohne Test unterschrieben würden.

Dabei hat Waltraud Bahl eine ganz einfache Lösung parat: Man müsste die Kitas und Schulen für berufstätige Eltern vormittags öffnen und für die anderen am Nachmittag. So wären die Gruppen weniger voll – ebenso die Busse, so Bahl.

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