Großefehn

Unrunde Regelung gewünscht

Ann-Kathrin Stapf
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Von Ann-Kathrin Stapf
| 15.01.2022 07:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Grundschule in Spetzerfehn ist eine von vieren in der Gemeinde Großefehn. Foto: Romuald Banik
Die Grundschule in Spetzerfehn ist eine von vieren in der Gemeinde Großefehn. Foto: Romuald Banik
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Die Gemeinde Großefehn baut das Ganztagsangebot an den Grundschulen aus. An jedem Tag wird es aber nicht stattfinden, obwohl sich die Gemeinde das vorstellen könnte.

Großefehn - Beide Partner arbeiten und es ist eine Entlastung. Oder es geht gar nicht anders, weil es nur ein Elternteil gibt, das Kind und Job unter einen Hut bringen muss: Wenn beide Eltern berufstätig sind, ist es ein Segen, wenn Schulen ein Ganztagsangebot vorhalten. Darum wurde in Großefehn immer weiter ausgebaut. Die Nachfrage wuchs über die Jahre. Nun soll als letzte der vier Grundschulen in Großefehn auch die Grundschule Mittegroßefehn an vier Tagen Ganztagsbetrieb haben. Eigentlich wäre auch der Ganztagsbetrieb an allen Werktagen denkbar, doch aus gutem Grunde wird es den so schnell nicht geben.

Die Schulen fallen in den Fachbereich von Frank Cramer. Er erklärt auf Nachfrage der ON, dass es auch denkbar gewesen sei, jeden Tag den Ganztag anzubieten und das Angebot somit abzurunden. Er habe sich bei den Schulen erkundigt, ob dieser Weg nicht sinnvoll sei, darüber verwundert, dass dies nicht gefordert wurde. Das für ihn überraschende Ergebnis: Die Ganztagsbetreuung am Freitag ist praktisch nicht gewünscht: „Scheinbar finden die Familien an diesem Tag andere Lösungen.“ Cramer bejaht, dass es durchaus denkbar sei, dass viele Leute am Freitag früher Schluss machen, wie in vielen Behörden üblich und die Betreuung darum an diesem Tag weniger problematisch sei.

Vereine unterstützen

Obwohl es nun eine einheitliche Regelung des Ganztagsangebots an allen Grundschulen in Großefehn gibt, so bleiben doch Unterschiede. Denn was unter Ganztag verstanden wird, ist eine qualifizierte Betreuung mit unterschiedlichen Angeboten und Aktionen bis in den Nachmittag. Die genaue Zeit variiert. Ein kompletter Acht-Stunden-Arbeitstag der Elternteile sei nicht abgedeckt, bestätigt der Fachbereichsleiter. Das Angebot richte sich nach dem, was durch das Personal und Vereine, die beim Angebot unterstützen, leistbar sei.

Doch auch an dieser Stelle gebe es noch Lösungsansätze durch die Gemeinde. Cramer nennt die Tagespflege und auch das Jugendzentrum. An dieser Stelle jedoch räumt er ein, dass dieses nicht für jedes Kind gut erreichbar sei.

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