Aurich
Sanierung der Fockenbollwerkstraße: Ostern geht’s los
Der Umbau der Fockenbollwerkstraße wird eine Großbaustelle. Die ersten Vorarbeiten sind schon abgeschlossen. Nicht nur für Autofahrer wird das Projekt zu einer Herausforderung.
Aurich – Noch knapp drei Monate, dann startet in Aurich die nächste Großbaustelle: die Sanierung und der Umbau der Fockenbollwerkstraße, inklusive eines neuen Kreisels in Richtung Krankenhaus. „Realistisch ist Ostern“, sagte Frank Buchholz von der Landesstraßenbaubehörde auf die Frage zum Baubeginn. Er rechnet mit erheblichen Herausforderungen für Anwohner und den Verkehr. Und das für eine lange Zeit: Bis ins Jahr 2023 werden sich die Arbeiten voraussichtlich hinziehen. Wie berichtet, soll die Fahrbahn erneuert und mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden. Außerdem soll an der Kreuzung Fockenbollwerkstraße, Wallinghausener Straße, Egelser Straße ein Kreisverkehr mit rund 35 Metern Durchmesser entstehen. Mit rund 2500 Radfahrern täglich ist die Fockenbollwerkstraße die am meisten von Fahrradfahrern befahrene Straße Aurichs.
Weil die derzeitigen Radwege zu schmal sind und keinen Sicherheitsabstand zum Parkstreifen haben, sollen diese um 90 Zentimeter auf 2,50 Meter verbreitert werden. Dafür wird ein Teil des Parkstreifens geopfert und die Fahrbahn verengt. Auf dem Parkstreifen an der Nordseite der 600 Meter langen Fockenbollwerkstraße bleiben sieben Stellplätze erhalten. Außerdem will die Stadt einen neuen Parkplatz an der Nikolaistraße bauen. Schon im vergangenen Sommer hat der Auricher Stadtrat das Baurecht für den Straßenumbau geschaffen. Ende des Jahres wurden bereits Kabel und Leerrohre für die Versorger von Strom, Internet und Wasser in der Straße verlegt. Im Zuge der Großbaustelle soll das Kanalnetz erneuert werden.
Zurzeit wird das Verkehrskonzept erarbeitet
Zurzeit ist die Landesbehörde dabei, die Ausschreibungsunterlagen fertigzustellen. Das dauert schon eine ganz Weile. Denn Teil dieser Unterlagen ist ein Verkehrskonzept für die Zeit der Baustelle. Klar ist laut Frank Buchholz schon jetzt, dass die Fockenbollwerkstraße einseitig gesperrt wird. In Richtung Ostertor wird die Straße befahrbar sein. Für die Gegenrichtung muss eine Umleitung her. Wo genau die verlaufen soll, sei noch nicht abschließend geklärt. Es habe bereits Gespräche mit der Stadt, der Feuerwehr und der Polizei gegeben, sagte Buchholz. Ein großes Problem ist die angrenzende Feuerwehrwache.
„Die Feuerwehrfahrzeuge müssen ja nicht nur vom Hof kommen, auch die Feuerwehrleute müssen ja zur Wache kommen“, sagte Buchholz. Auch mit dem Rettungsdienst müsse die Behörde sprechen. Zwar sei die Zufahrt zum Krankenhaus grundsätzlich möglich, dennoch würden sich aus der Baustelle Umwege und Probleme ergeben. Und auch für die Anwohner wird es nicht leicht. „Wir müssen die Wohnquartiere offen halten“, sagte Buchholz. Das sei aber zum Beispiel für die Anwohner der Straße „Am Ostbahnhof“ schwierig, weil diese Grundstücke nicht durch eine rückwärtige Anbindung zu erreichen sind.
Verkehr aus Leer soll frühzeitig abgefangen werden
Plan der Behörde ist es zudem, den Verkehr aus Leer Richtung Aurich und den Verkehr von Wittmund in Richtung Krankenhaus „früh abzufangen“, sagte Buchholz. Wie genau ist weiterhin offen. Auch die innerstädtische Verkehrsführung bereitet den Planern noch Probleme. Denn schon jetzt gebe es Schwierigkeiten, von der Bundesstraße 72 auf den Hoheberger Weg abzubiegen, weil die Linksabbiegerspur sehr kurz ist, sagte Buchholz. Wenn diese Strecke als Ausweichroute genutzt werden sollte, werde sich das Problem potenzieren. „Es wird eine Herausforderung werden“, gab Buchholz zu. Denn neben dem Krankenhaus und der Feuerwehr seien da zum Beispiel auch noch die Molkerei Rücker und die Sandkuhle in Brockzetel. Deren Lastwagen nutzen bisher die Fockenbollwerkstraße.
In jedem Fall sollten Autofahrer ab dem Baustellenbeginn deutlich mehr Zeit für ihren Weg einplanen, riet Buchholz. Für den Bau des Kreisverkehres droht darüber hinaus auch noch eine zeitweise Vollsperrung.
Behörde will Bürger umfassend informieren
In der nächsten Woche will sich Buchholz erneut mit dem Planungsbüro zusammensetzen und weitere Einzelheiten besprechen. Sobald die feststehen, soll auch die Öffentlichkeit umfassend informiert werden. Und zwar noch deutlich mehr, als es bei bisherigen Bauprojekten der Fall war, sagte Buchholz.
„Sobald der Bauauftrag vergeben ist, wird es eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben, die dann ihre Fragen stellen können“, kündigte er an. Auch vor Ort soll es ein Baubüro mit festen Zeiten geben, an das sich die Bürger mit ihren Fragen wenden können. Zusätzlich soll auch in den sozialen Medien verstärkt über die Baustelle informiert werden.