Ihlow

Ihlower Fußballer mit Aufstiegsambitionen

Silke Meyer
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Von Silke Meyer
| 04.01.2022 13:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Den Ball im Blick spielen die Ihlower (im grünen Trikot Yannik Wienekamp im Spiel gegen den BSV Wiegboldsbur) in dieser Saison in der Ostfrieslandklasse A, Staffel 2, eine gute Rolle. Archivfoto: Bernd Wolfenberg
Den Ball im Blick spielen die Ihlower (im grünen Trikot Yannik Wienekamp im Spiel gegen den BSV Wiegboldsbur) in dieser Saison in der Ostfrieslandklasse A, Staffel 2, eine gute Rolle. Archivfoto: Bernd Wolfenberg
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Die Fußballer des SV Eintracht Ihlow haben die Aufstiegsrunde in der Ostfrieslandklasse A, Staffel 2, sicher. Sie wollen aber mehr. Dafür haben sie jetzt personell Entscheidungen getroffen.

Ihlow - Schade eigentlich, dass jetzt so lange Winterpause ist. Die kommt für Holger Stöter, den Trainer der Fußballer des SV Eintracht Ihlow, zum unpassendsten Zeitpunkt. Denn je länger die Saison dauerte, desto besser lief es für seine Mannschaft in der Ostfrieslandklasse A, Staffel 2. Das erste Ziel, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren, hat sie erreicht. Und sich das nächste vorgenommen. Dafür setzen die Ihlower weiter auf Trainer Stöter. Er hat jetzt bei der Eintracht verlängert. Und zwar gleich für ihn ungewöhnliche zwei Jahre.

„Eigentlich sage ich immer nur für ein Jahr zu“, so Stöter. Aber die Zukunftspläne des Vereins haben ihn zum Umdenken bewegt: „Den Weg möchte ich mitgehen.“ Der Weg soll die Ihlower in die Ostfrieslandliga führen. Für den ersten Teil dieser Saison hatten sich die Ihlower vorgenommen, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Das haben sie vorzeitig geschafft. Sie sind aktuell Tabellendritter. Und ein Nachholspiel steht noch aus. Das beim Tabellenführer Süderneulander SV. Die Ihlower können den Gegner zwar nicht mehr von der Spitze verdrängen, wenn sie gewinnen, aber den TSV Riepe noch vom zweiten Platz. „Und wir würden im Erfolgsfall die Punkte mit in die Aufstiegsrunde nehmen“, weist Stöter noch auf das Extra hin. Angesetzt ist das Nachholspiel für den 20. März.

Gute Ausgangsposition in der Aufstiegsrunde

„Gerade zum Ende der Saison hat man gesehen, dass wir mit der Qualität, die wir in der Mannschaft haben, Spiele entscheiden können, auch wenn wir in Rückstand geraten“, so der Trainer. Die Ausgangsposition mit Blick auf höhere Ziele, mit der die Eintracht in die Aufstiegsrunde geht, stuft Stöter als sehr, sehr gut ein: „Und dann willst du mehr. Gibst dich nicht mehr damit zufrieden, die Aufstiegsrunde erreicht zu haben.“

Die Ihlower haben personell in der Winterpause aufgerüstet. Drei Neuzugänge stoßen zum Team. Mit dem 28-jährigen Andreas Hoffmann kommt ein Innenverteidiger vom SV Großefehn. Mit Sadam Salihi schließt sich ein Stürmer vom TuS Middels der Eintracht an. Und aus der Landesliga-A-Jugend der JSG Großefehn wechselt mit Davis Eiben ein weiterer Innenverteidiger zu den Ihlowern.

Aktive Laufbahn des Trainers endete verletzungsbedingt früh

Es ist auch diese Mannschaft, die Stöter dazu bewogen hat, bei der Eintracht zu verlängern. Bis auf eine Ausnahme haben alle Spieler für die kommende Saison zugesagt. Das Team hat dann ein Durchschnittsalter von 24 Jahren. Mit einer jungen Mannschaft zu arbeiten, ist Stöters Ding. Er sagt aber auch: „Natürlich brauchst du auch die älteren Spieler, die die Erfahrung mitbringen.“

Er selbst hat an seine eigene aktive Laufbahn mit 26 Jahren einen Haken gemacht: „Verletzungen haben mich immer wieder zurückgeworfen.“ Die Schulter wars. Durch die Wechselschichten bei VW kam Stöter, der seit seinem fünften Lebensjahr Fußball spielt, nicht wieder in Tritt. Er gehörte zur Mannschaft des SV Warsingsfehn. Schon zu seiner aktiven Zeit hat sich Stöter als Trainer engagiert. Bereits als 18-Jähriger übernahm er Jugendmannschaften. Mit der Zusage bei der Ihlower Eintracht betrat er aber Neuland. Erstmals war er jetzt für ein Männerteam verantwortlich. Derzeit ist Stöter dabei, die B-Lizenz in Barsinghausen zu machen. Läuft alles mit, will er den Lehrgang dieses Jahr abschließen.

Holger Stöter. Archivfoto: Helmut Vortanz
Holger Stöter. Archivfoto: Helmut Vortanz

Trainingslager in den Niederlanden geplant

In Ihlow kam Stöter in seiner ersten Saison gerade mal auf eine Handvoll Spiele. Corona ließ nicht mehr zu. Deshalb ist diese Spielserie für ihn die erste richtige. „Alles musste sich anfangs erst finden. Im Laufe der Saison passte immer mehr zusammen“, sagt Stöter mit Blick auf die sportliche Entwicklung. In der Hinrunde kamen die Ihlower in sieben Spielen auf elf Punkte. In der Rückrunde sammelten sie in sechs Spielen bereits 15.

Dazu beigetragen hat für Stöter auch das Umfeld. Das Team um ihn herum mit Co-Trainer Jan Sunder, mit dem er bereits beim SV Warsingsfehn zusammengespielt hat, sowie den Betreuern Hermann Flessner und Lutz Wilts.

Das Trainerteam ist aber nur das eine. Zum Umfeld gehören aber mehr. So freut sich Stöter unter anderem über die Kooperation mit dem Sportcentrum „Crocodiles“. Dort können sich die Spieler fithalten.

Ab dem 10. Januar tritt dann aber auch wieder der Trainingsplan von Stöter in Kraft. Zweimal die Woche ist für die Spieler zunächst eigenständig Laufen angesagt. Ab dem 7. Februar beginnt Stöter mit dem „richtigen“ Fußballtraining. Wenn es die Pandemie zulässt, ist im Rahmen der Vorbereitung auch ein Trainingslager im niederländischen Gasselte geplant.

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