Aurich
„Goldene 7“ mit Einbußen
Deutlich weniger Lose als in den vergangenen Jahren haben die Kaufleute bei ihrer Lotterie „Goldene 7“ verkauft. Zufrieden sind sie dennoch – aus einem bestimmten Grund.
Aurich - Zwar konnte der Auricher Weihnachtszauber in dieser Saison im Gegensatz zu 2020 öffnen. Die Besucherzahlen reichten aber lange nicht an die Zeiten vor der Corona-Pandemie heran. Das zeigen auch die Verkaufszahlen der Lose der Lotterie „Goldene 7“. Nicht einmal drei komplette Serien wurden laut Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV) ausgespielt. Insgesamt seien 55.000 Lose verkauft worden. Nur aus den beiden ersten Serien wurden die Hauptpreise, zwei Autos, auch vergeben. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 hatte der KV schon kurz vor Weihnachten alle 80.000 Lose aus vier Serien verkauft.
„Die ‚Goldene 7‘ ist für uns immer ein Gradmesser für uns, wie es beim Weihnachtszauber läuft“, erklärt Hippen. Denn es gebe ja kein Eintrittstor, an dem alle Besucher gezählt würden. Daher sei der KV bislang immer auf Schätzungen angewiesen gewesen. Das hat sich in diesem Jahr geändert. Denn wegen der Corona-Auflagen mussten im Rahmen des Weihnachtsmarktes Bändchen ausgegeben werden. Damit konnten die Besucher nachweisen, ob sie geimpft, genesen oder getestet waren.
KV-Chef: „Entscheidung für den Weihnachtszauber war richtig“
Knapp 100.000 dieser Bändchen sind ausgegeben worden. Das gibt laut Hippen zusammen mit den verkauften Losen der „Goldenen 7“ nun auch im Rückblick einen Hinweis darauf, wie viele Menschen in normalen Zeiten tatsächlich zum Auricher Weihnachtszauber gekommen sind. „In früheren Jahren haben wir sicher deutlich mehr Besucher beim Weihnachtsmarkt begrüßen können.“, so Hippen.
Zufrieden ist der KV-Chef mit der Entscheidung, den Weihnachtszauber wegen der Corona-Pandemie nicht abzusagen. Lediglich drei Tage Pause waren eingelegt worden, nachdem die 2G-Plus-Regel in Kraft getreten war. Das sei die richtige Entscheidung gewesen. Ebenso habe es sich aus Sicht der Kaufleute als richtig erwiesen, an der XXL-Einkaufsnacht festzuhalten. Das hätten ihm die einzelnen Unternehmer der Auricher Innenstadt gemeldet. Das sei aber auch von der Konkurrenz in der Region anerkannt worden.
Glückwünsche aus der Nachbarstadt Leer
So habe Johannes Poppen, langjähriger Vorsitzender der Werbegemeinschaft Leer, die XXL-Einkaufsnacht in Aurich besucht. Leer habe ein ähnliches Angebot abgesagt, so Hippen. Poppen habe ihn zu der Entscheidung, die Aktionen durchzuführen, beglückwünscht. „Aurich hat 2021 in Ostfriesland den einzigen richtigen Weihnachtsmarkt angeboten.“ Es habe ansonsten lediglich kleinere Märkte wie in Dornum gegeben, die nur an einzelnen Wochenenden geöffnet hatten.
Die Übergabe des Geldes an die Vereine, deren Mitglieder die Lose der „Goldenen 7“ verkauft haben, soll im März erfolgen. Dann erst sei die Abrechnung fertig, sagt Hippen. Das Interesse Auricher Vereine, sich an dem Losverkauf zu beteiligen, sei aber vorhanden. Die ersten drei Anfragen für 2022 habe er bereits kurz nach Weihnachten erhalten. „Wer sich noch beteiligen möchte beim nächsten Weihnachtszauber, sollte sich beim Kaufmännischen Verein melden.“
Der nächste Auricher Weihnachtszauber beginnt wie immer am Montag nach dem Totensonntag. Das ist in diesem Jahr ungewöhnlich früh bereits am 21. November.