Brookmerland

Brandstiftung: Feuerwehrmann unter Tatverdacht

| | 26.12.2021 18:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Feuer in einem Wirdumer Schuppen richtete im November Sachschaden im fünfstelligen Euro-Bereich an. Foto: Feuerwehr
Das Feuer in einem Wirdumer Schuppen richtete im November Sachschaden im fünfstelligen Euro-Bereich an. Foto: Feuerwehr
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Ein 27-Jähriger soll einen Schuppen in Wirdum angezündet haben. Der Feuerwehrmann soll möglicherweise für weitere Brände verantwortlich sein.

Brookmerland - Bei dem Brookmerlander, der am 20. November einen Schuppen in Wirdum angezündet haben soll, handelt es sich nach gesicherten ON-Informationen um einen Feuerwehrmann.

Der 27-Jährige wurde demnach bereits in der Brandnacht von der Polizei von der Einsatzstelle am Siedlerweg abgeführt. Ob der Tatverdächtigte auch für andere Feuer einer Brandserie verantwortlich ist, wird derzeit ermittelt.

Mehrere Brände seit Juli

Seit Juli brannte es in Wirdum und Umgebung mehrfach: Am Kirchwarfenweg eine Doppelhaushälfte, auf einem Grundstück in der Nordlohne ein Wohnwagen, an der Eilsumer Landstraße eine Biogasanlage, ein Carport in der Straße Zum Stig, die Scheune des Bismarks-Hofs an der Marienhafer Straße und eben jener Schuppen am Siedlerweg. In drei Fällen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Ein möglicher Zusammenhang sei nicht auszuschließen, hieß es bereits im August.

Anfang Dezember präsentierten Polizei und Staatsanwaltschaft für den Schuppenbrand den 27-Jährigen als Tatverdächtigen. Er soll Mitglied der Ortsfeuerwehr Wirdum, derzeit aber nicht aktiv sein. Nach ON-Informationen hat er sich freistellen lassen.

Das sagen die Feuerwehrchefs

Brookmerlands Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens und sein Stellvertreter Christian Lücht, der zugleich Ortsbrandmeister in Wirdum ist, hielten sich auf Anfrage mit Äußerungen dazu zurück. Beide verwiesen auf das laufende Ermittlungsverfahren und die geltende Unschuldsvermutung. Es gebe viele Spekulationen, die man nicht zusätzlich anheizen wolle, so Lücht. „Wir haben nichts hieb- und stichfestes“, sagte er.

Man sei bisher nicht offiziell darüber informiert, um wen es sich bei dem Tatverdächtigen handele, sagte Cassens. Er hoffe, dass sich der für die gesamte Feuerwehr sehr belastende Verdacht nicht bestätige. Sollte das aber der Fall sein, sei der Betroffene unverzüglich aus der Feuerwehr zu entlassen und untragbar, da er Leib und Leben seiner Feuerwehrkameraden und anderer Menschen gefährdet und erheblichen Sachschaden verursacht habe. „Dann war das sein letzter Tag in der Feuerwehr“, so Cassens.

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