Ihlow
Weihnachts-Lkws sorgten für leuchtende Kinderaugen
Eigentlich hätte der Konvoi durch Ihlow schon Anfang des Monats zum Lichtermarkt Riepe stattfinden sollen. Doch Corona verhinderte das erneut. Nun fand die beliebte Aktion aber doch noch statt.
Ihlow - Nun hat es doch noch geklappt: Ein eindrucksvoller Konvoi von 28 weihnachtlich geschmückten und beleuchteten Lastwagen durchquerte am späten Sonnabendnachmittag die Gemeinde Ihlow. Einer von ihnen transportierte auf einem Anhänger den Weihnachtsmann in seinem Schlitten.
Mit großer Begeisterung ist Weihnachtsmann Rudi Seeberg schon seit einigen Jahren mit dabei. „Das Schönste auf der Welt ist für mich, wenn die Kinder einen so freudig anlachen. Da bekomme ich manchmal selbst Tränen in die Augen.“ Vor Corona gab es nach dem Konvoi in Riepe auf dem Lichtermarkt, der in diesem Jahr wieder abgesagt wurde, für die Kinder immer kleine Geschenke vom Weihnachtsmann. Seeberg bedauerte diesen Umstand. Er habe jedoch volles Verständnis für die Entscheidung der Verantwortlichen.
Aktion wurde weitgehend geheim gehalten
Da bis zuletzt die Aktion von den Riepster Organisatoren Gerhard Wurpts, Benjamin Riemann und Marcel Grewe mehr oder weniger geheim gehalten wurde, waren entsprechend weniger Zuschauer an den Straßen als vor der Pandemie. Immer wieder waren lediglich kleinere Gruppen zu sehen, meist Eltern mit Kindern – die jedoch ihre Freude hatten an dem Konvoi, insbesondere die Kleinen.
Extra aus Berumerfehn war Timo Poppen mit seinem Lkw angereist, um, wie auch Jürgen Behrends aus Westerende, die Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Sie hätten großen Spaß daran, die Fahrt sei eine schöne Abwechslung vom alltäglichen Stress, denn mit Corona seien schon genug bestraft, meinte Behrends. Aus Sicht des neuen Ihlower Bürgermeisters Arno Ulrichs war der Konvoi eine tolle Aktion, gerade jetzt, wo alle auf viele vorweihnachtliche Aktivitäten verzichten müssten. Angetan zeigte er sich auch vom Zuspruch der Ihlower Bürger.
Behörde erlaubte höchstens 30 Lastwagen
Der Konvoi startete im Bangsteder Verlaatsweg und fuhr durch Westerende, überquerte in Fahne den Ems-Jade-Kanal, um sich dann über den Münkeweg nach Ihlowerfehn zu bewegen. Von dort ging es über die Alte Wieke, den Falkenhüttenweg zum Sportzentrum Simonswolde und durch den Ort. Die Fahrt endete in Riepe in der Gänsestraße.
„Vor zwei Wochen haben wir uns dazu entschlossen, es doch zu machen. Letzten Freitag kam die Genehmigung vom Landkreis Aurich, dass wir starten durften, allerdings mit höchstens 30 Lkw. Das Stillschweigen haben wir uns wegen der Pandemie selbst auferlegt, um nicht wie in den Vorjahren Hunderte von Menschen anzulocken“, erklärte Benjamin Riemann. Ihnen ginge es vor allem darum, den Kindern eine Freude zu machen.
Nicht einverstanden waren sie als Lkw-Fahrer damit, dass sich Treckerfahrer dem Konvoi anschließen wollten. Diese hätten bis Sonnabendvormittag versucht, ihn umzustimmen und keine Ruhe gegeben, berichtete Riemann ein wenig genervt. Doch diese Veranstaltung sei eben die der Lkw- und nicht der Treckerfahrer, hieß es.