Ihlow
Unerwartetes Plus bei der Gewerbesteuer in Ihlow
Im vergangenen Jahr wurde in der Gemeinde Ihlow durch die Corona-Krise deutlich weniger Gewerbesteuer eingenommen. In diesem Jahr gibt es aber wieder ein Plus.
Ihlow - „Unseren Gewerben in der Gemeinde geht es gut.“ Das schlussfolgert Bürgermeister Arno Ulrichs aus den aktuellen Einnahmen durch die Gewerbesteuer. Zunächst war die Gemeinde davon ausgegangen, dass in diesem Jahr unter Berücksichtigung der Corona-Krise etwa 7 Millionen Euro eingenommen werden.Nun verzeichnet sie ein ordentliches Plus von 1,3 Millionen Euro ab. Insgesamt rechnet die Gemeinde nun mit 8,3 Millionen Euro Gewerbesteuer, berichtete Kämmerer Harm Ubben am Dienstag beim Jahrespressegespräch.
Die Einnahmen sind damit deutlich höher als im vergangenen Jahr. Dafür hatte man zunächst 8,5 Millionen Euro angesetzt. Durch die Corona-Krise gab es aber ein Minus von rund 1,9 Millionen Euro. Durch Ausgleichszahlungen von Bund und Land in Höhe von 1,8 Millionen Euro schloss die Gemeinde 2020 aber nur mit einem Fehlbetrag von 300.000 Euro ab.
Fehlbetrag im Haushalt wird deutlich reduziert
Auch in diesem Jahr könnte das erwartete Minus von rund 1.560.900 Euro im Haushalt durch die unerwarteten Einnahmen deutlich reduziert werden. „Ich will noch nicht von einer schwarzen Null sprechen, aber der Fehlbetrag wird erheblich reduziert“, meint Ubben. Denn nicht nur die Gewerbesteuer fällt höher als erwartet aus, auch die Umsatzsteuer verbessert sich um 285.000 Euro. Insgesamt rechnet die Gemeinde hier nun mit Einnahmen von 663.000 Euro.
Im Hinblick auf die Ausgaben musste die Gemeinde durch die Corona-Krise deutlich mehr für Hygiene-Maßnahmen ausgeben. Besonders die Kommunal- sowie die Bundestagswahl schlugen hier zu Buche. So wurde für jeden Wähler und jede Wählerin ein Kugelschreiber angeschafft und die Wahllokale wurden mit Trennwänden versehen. Hinzu kamen über das gesamte Jahr Ausgaben für Masken und Desinfektionsmittel.
Corona-Hilfen nur im Bildungsbereich
Unterstützung von Bund und Land gab es in diesem Jahr nur im Bildungsbereich. 38.400 Euro erhielten die Schulen aus dem Sofortausstattungsprogramm. Mit weiteren 20.000 Euro wurde die Anschaffung von CO2-Ampeln an den Schulen gefördert. Die Geräte für die Kindertagesstätten zahlte die Gemeinde aber aus eigener Tasche.
Im Gegensatz zum Vorjahr musste die Gemeinde 2021 auch keine Projekte stoppen, um Ausgaben zu reduzieren. Die geplanten Straßensanierungen und Instandsetzungen von Gebäuden wurden laut Ubben alle durchgeführt.