Berlin

Depressionen und Fettleibigkeit: Wie Corona unsere Kinder zermürbt

Rena Lehmann
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Von Rena Lehmann
| 14.12.2021 16:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kinder und Jugendliche entwickelten im Corona-Jahr 2020 häufiger Depressionen oder litten unter Fettleibigkeit. Foto: Foto: Adalberto Rodriguez via www.imago-images.de
Kinder und Jugendliche entwickelten im Corona-Jahr 2020 häufiger Depressionen oder litten unter Fettleibigkeit. Foto: Foto: Adalberto Rodriguez via www.imago-images.de
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Eine neue DAK-Studie zeigt die Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche auf. Die Politik nimmt das Thema heute ernst - zum Glück.

Kinder und Jugendliche haben im Corona-Jahr 2020 weniger Alkohol getrunken und andere Drogen konsumiert. Das verwundert kaum, hatten sie doch wenig Gelegenheiten, außerhalb der Familie mit Gleichaltrigen zusammen zu kommen und zu feiern. Die Pandemie mag damit die eine oder andere gesundheitsschädliche Jugendsünde verhindert haben.

Grund zur Freude sind die Ergebnisses des DAK-Kinder- und Jugendreports dennoch nicht. Denn während der Konsum von Alkohol und Co. deutlich zurückging, nahmen Depressionen bei Jugendlichen und Fettleibigkeit bei jüngeren Kindern zu. 

Schulschließungen waren rechtens, aber waren sie geboten?

Die Corona-Maßnahmen mit monatelangen Schulschließungen haben viele Jugendliche im sensiblen Alter zwischen 15 und 17 gehörig aus dem Takt gebracht. Mancher wird lange brauchen, um sich davon zu erholen.  Die Schließungen waren zwar rechtens, wie das Bundesverfassungsgericht erst kürzlich urteilte. Die Begründung allerdings war nicht restlos überzeugend. Das Gericht argumentierte, Schule habe online ja stattfinden können. Wie man heute weiß, taten und tun sich aber viele Schüler schwer mit dem einsamen Lernen vor dem Rechner daheim. 

Schule ist in diesem Lebensalter eben sehr viel mehr als Wissensvermittlung und Lernen. Das muss unbedingt bedacht werden, wenn mal wieder Schulschließungen diskutiert werden. Nicht alles, was rechtens ist, ist auch geboten. Die Politik geht hier inzwischen sensibler vor. Gut so. 

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