Ihlow

Ein zweites schweres Jahr für den Tourismus in Ihlow

| | 14.12.2021 17:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ist am stärksten von den Einschränkungen durch die Pandemie betroffen: das Gästehaus am Ihler Meer. Foto: Imke Cirksena.
Ist am stärksten von den Einschränkungen durch die Pandemie betroffen: das Gästehaus am Ihler Meer. Foto: Imke Cirksena.
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Der Tourismus in der Gemeinde Ihlow ist auch in diesem Jahr durch die Pandemie ausgebremst worden. Es gibt aber auch Lichtblicke.

Ihlow - Die Corona-Pandemie hat auch in diesem Jahr den Tourismus in der Gemeinde Ihlow ausgebremst. „Das hat uns äußerst stark geprägt“, sagte Ulrich Kubatschek, Geschäftsführer der Entwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft Ihlow (EDI) beim Jahrespressegespräch. Am härtesten wurde dabei das Gästehaus am Ihler Meer getroffen.

Bis Ostern fanden laut Kubatschek kaum Übernachtungen in Ihlow statt. Nur vereinzelt durften Gewerbereisende wie Handwerker aufgenommen werden. Von Mai bis September kamen zwar wieder mehr Gäste, im November brach die Zahl der Übernachtungen aber erneut ein. Und auch für Dezember wurden bereits alle Buchungen storniert. Darunter auch eine größere Reisegruppe, die eigentlich in jedem Jahr zu Weihnachten anreist. Insgesamt zählte die EDI in diesem Jahr 2950 Übernachtungen. Mehr als 2020, wo die Zahl bei 1930 lag. Aber deutlich weniger als in den Jahren vor der Corona-Krise. Bis 2019 verzeichnete das Gästehaus Jahr für Jahr steigende Zahlen mit einem Höchstwert von 6.060 Übernachtungen vor der Pandemie – mehr als doppelt so viele wie in diesem Jahr.

Über 4000 Buchungen für das kommende Jahr

Für die Mitarbeiter kamen die Corona-Regelungen teilweise sehr überraschend. Die tägliche Auseinandersetzung mit den aktuellen Bestimmungen hat laut Kubatschek zu einem Mehraufwand geführt. „Wir hoffen, dass das bald ein Ende hat“, meint Kubatschek. Einen Lichtblick bietet der Kalender für das kommende Jahr: 4400 Übernachtungen wurden bereits gebucht.

Zogen beim Jahrespressegespräch Bilanz: Bürgermeister Arno Ulrichs (von links), Kämmerer Harm Ubben, Karin Block, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Ulrich Kubatschek, Geschäftsführer der EDI und Friedhelm Saathoff, Leiter der Stabsstelle Gemeindeentwicklung. Foto: Imke Cirksena
Zogen beim Jahrespressegespräch Bilanz: Bürgermeister Arno Ulrichs (von links), Kämmerer Harm Ubben, Karin Block, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Ulrich Kubatschek, Geschäftsführer der EDI und Friedhelm Saathoff, Leiter der Stabsstelle Gemeindeentwicklung. Foto: Imke Cirksena

Auch viele Veranstaltungen mussten aufgrund der Pandemie wieder abgesagt werden. Darunter fiel beispielsweise die FFN Beach Party am Ihler Meer oder der Lüchtermarkt im Ihlower Forst. Im Bürgerhaus konnten im Sommer lediglich kleinere Veranstaltungen wie Seminare oder Geburtstagsfeiern durchgeführt werden. Außerdem wurde es von verschiedenen Gremien für Sitzungen genutzt.

Auszeichnung und neues Restaurant

Die EDI konnte sich aber auch über einige Entwicklungen freuen. So wurde das Gästehaus am Ihler Meer im August vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium als besonders kinder- und familienfreundlich ausgezeichnet. Es darf jetzt für drei Jahre die Zertifizierung „Kinder-Ferien-Land Niedersachsen“ tragen. Außerdem wurde mit der Familie Kruse ein neuer Pächter für die Gastronomie im Bürgerhaus gefunden. Die Betreiber hatten kurzfristig das Restaurant „Matheo“ mit eigenen Mitteln eingerichtet. Im Frühjahr möchte die Gemeinde die Räumlichkeiten nun für die neuen Pächter sanieren und umbauen. Kubatschek verspricht sich davon auch wieder mehr Urlauber im Gästehaus, die Halb- oder Vollpension buchen. Zuvor hatten einige Gäste die Qualität des Vorgänger-Restaurants „Havanna“ bemängelt. Sie hätten sich deshalb oft lieber selbst versorgt.

Zudem ist das Interesse an Wohnmobilstellplätzen in der Gemeinde weiter groß. Die fünf Plätze am Ihler Meer seien laut Kubatschek fast immer gut belegt. In diesem Jahr ist dort auch eine neue Sani-Station eingerichtet worden. Die Wohnmobilisten am Ihler Meer können sich nun mit Frischwasser versorgen und Abwasser sowie Fäkalien entsorgen.

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