Aurich/Großefehn

Kreisstraßen wochenlang voll gesperrt

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 01.12.2021 17:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Kirchdorfer Straße soll innerhalb der Stadtgrenzen erst 2023 saniert werden. Foto: Romuald Banik
Die Kirchdorfer Straße soll innerhalb der Stadtgrenzen erst 2023 saniert werden. Foto: Romuald Banik
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Zwei Hauptverkehrsstrecken in Aurich und Großefehn sind nächstes Jahr wegen Bauarbeiten komplett dicht. Saniert werden aber nicht die Straßen, sondern die Radwege daneben.

Aurich/Großefehn - Die Kreisstraße 111 (Kirchdorfer Straße) führt von Aurich nach Ihlowerfehn. Täglich wird sie von 14.000 Autos genutzt. Es ist die am stärksten befahrene Kreisstraße im Landkreis Aurich. Diese Straße wird im kommenden Jahr für mehrere Wochen voll gesperrt. Denn der Radweg muss auf einer Länge von fünfeinhalb Kilometern saniert werden. Das teilte Karsten Heuer vom Amt für Kreisstraßen im Kreisfinanzausschuss mit. Eine weitere Radwegsanierung betrifft die Gemeinde Großefehn. Dort muss die K101 (Postweg) zwischen Ostgroßefehn und Strackholt voll gesperrt werden, damit der Radweg repariert werden kann.

Schon das Jahr 2021 war insbesondere in der Stadt Aurich geprägt von Großbaustellen auf Hauptstraßen. Zuletzt sorgte die Julianenburger Straße für viel Frust bei den Autofahrern in der Stadt. Aber auch die Großefehntjer mussten damit leben, dass die Kreisstraße 101 zwischen Holtrop und Ostgroßefehn gesperrt wurde. Dort musste der Radweg saniert werden, und auch für diese Arbeiten erfolgte eine Vollsperrung.

Wurzeln drücken Radwege hoch

Im kommenden Jahr geht es also weiter mit den Radwegen. Bei beiden Strecken besteht laut Heuer das Problem, dass Eichenbäume relativ dicht an der Fahrbahn stehen. Immer wieder würden daher die Wurzeln die Asphaltdecke der Radwege hochdrücken. Nur wenige Jahre dauere es jeweils, dann müssten die Radwege wieder repariert werden. „Und die Bäume werden ja nicht kleiner“, so Heuer. Deswegen müsste man an beiden Straßen grundsätzlich überlegen, wie die Radwege instand gehalten werden könnten. Auf ON-Nachfrage teilte Kreissprecher Rainer Müller-Gummels mit, dass dabei keineswegs an das Fällen von Bäumen oder die Umlegung der Radwege gedacht werde. Es werde aber über technische Möglichkeiten nachgedacht, um den Einfluss der Wurzelhebungen auf die Ebenheit des Radweges zu minimieren.

In Großefehn handelt es sich bei den Sanierungsarbeiten am Radweg um die Fortführung der Sanierung aus diesem Jahr. Von Holtrop bis Ostgroßefehn ist der Radweg neu gemacht worden. Im kommenden Jahr folgt die Strecke von Ostgroßefehn bis nach Strackholt. Im zweiten Halbjahr 2022 soll die Arbeiten erfolgen. Ein genauer Termin könne noch nicht genannt werden, so Müller-Gummels. Zunächst müsse noch das Ausschreibungsverfahren durchlaufen werden, von dem auch die Termine abhingen. Wegen des Arbeitsschutzes müsse die K 101 während der Sanierung des Radweges voll gesperrt werden. Das sei gesetzlich klar vorgegeben. Genaue Angaben über die Dauer der Arbeiten gibt es auch nicht. Nach den Erfahrungen dieses Jahres dürften es aber mehrere Wochen sein. Die Umleitung erfolgt während der Vollsperrung über die K105 (Kanalstraße Süd) sowie über die Bundesstraßen 72 und 436.

Kirchdorfer Straße wird 2023 saniert

Die Kirchdorfer Straße ist vor sechs Jahren zuletzt für mehrere Wochen voll gesperrt worden. Damals sind einige Abschnitte der Straße erneuert worden. Ausgeklammert wurde damals das Stadtgebiet von Aurich. Dort müssen die Autofahrer wie auch die Radfahrer weiter über Schlaglöcher fahren. Daran wird sich auch im kommenden Jahr nichts ändern. Denn saniert werden soll nur der Radweg zwischen der Brücke über den Ems-Jade-Kanal bis zur Plaggefelder Straße in der Gemeinde Ihlow. Dabei handelt es sich um eine Strecke von fünfeinhalb Kilometern Länge. Die Sanierung der Kirchdorfer Straße samt der Rad- und Fußwege zwischen Ems-Jade-Kanal und Julianenburger Straße stellt Rainer Müller-Gummels für das Jahr 2023 in Aussicht. „Die aufwendigen und umfangreichen Planungen und Abstimmungen für diese Maßnahme sollen 2022 forciert werden.“ Aufwendig sind die Planungen vor allem deshalb, weil für die Radwege zwar der Landkreis zuständig ist. Die Fußwege entlang der Kirchdorfer Straße fallen aber in die Zuständigkeit der Stadt Aurich. Bislang sind die beiden Wege getrennt. Dadurch aber haben weder Fußgänger noch Radfahrer genug Platz. An der Stelle muss eine Lösung gefunden werden.

Die genauen Abschnitte der Sanierung müssen laut Müller-Gummels noch festgelegt werden. Auch die Umleitungen stehen noch nicht endgültig fest. Voraussichtlich werden die Fahrzeuge aber über den Fischteichweg, die Bundesstraße 72, die Kreisstraße 104 (Holtroper Straße), die Landesstraße 14, die Kreisstraße 104 (Westersander Straße), die Kreisstraße 149 (Zum Schirumer Leegmoor) und die Kreisstraße 144 (Ostende) geleitet.

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