Fußball

Corona: Fußballkreis Ostfriesland zieht Winterpause vor

Wolf-Rüdiger Saathoff und Silke Meyer
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Von Wolf-Rüdiger Saathoff und Silke Meyer
| 30.11.2021 19:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Fußballer aus der Ostfrieslandliga und den Ostfrieslandklassen gehen vorzeitig in die Winterpause. Der Spielbetrieb ruht ab sofort. Ende Februar oder Anfang März soll der Ball wieder rollen. Archivfoto: Thomas Dirks
Die Fußballer aus der Ostfrieslandliga und den Ostfrieslandklassen gehen vorzeitig in die Winterpause. Der Spielbetrieb ruht ab sofort. Ende Februar oder Anfang März soll der Ball wieder rollen. Archivfoto: Thomas Dirks
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Fußball-Spiele, die für das kommende Wochenende angesetzt waren, werden wegen der Corona-Lage ins neue Jahr verschoben. Die Handballer ringen noch nach einer Lösung.

Aurich - Für den Fußballkreis Ostfriesland beginnt an diesem Mittwoch die Winterpause. Sie wird um zweieinhalb Wochen vorgezogen. Damit fallen alle für das kommende Wochenende angesetzten Nachholspiele für Frauen-, Männer- und Jugendmannschaften aus. Betroffen sind die Ostfrieslandliga und die Ostfrieslandklassen.

Diese Entscheidung traf der Vorstand während seiner Quartalssitzung am Montagabend im Vereinsheim in Großefehn.

Fußballkreis Ostfriesland setzt ein Zeichen

Im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten betonte Kreischef Winfried Neumann: „Ich denke, es ist das richtige Zeichen aufgrund der schwierigen Coronalage. Damit haben wir den betroffenen Vereinen die Entscheidung abgenommen, ob sie die Spiele unter den schärferen Bedingungen durchführen wollen.“ Neumann blickt zuversichtlich nach vorne. Ende Februar, Anfang März sollen die ausgefallenen Spiele nachgeholt werden. Die Termine werden auf den Staffeltagen Anfang des neuen Jahres festgelegt.

Selbst wenn sich in der ersten Hälfte von 2022 die Coronalage drastisch verschärfen und der Spielbetrieb bis zum Saisonende nicht mehr fortgesetzt werden könnte, drohe keine Annullierung der Saison, so Neumann. Er sagt: „Wir sind bisher gut durchgekommen. Im schlimmsten Fall müsste über die Quotientenregel über Auf- und Abstieg entschieden werden. Einen Abbruch wie zuvor wird es aber nicht geben.“

Kreischef sorgt sich um Halenfußball

Das ist für Neumann eine positive Erkenntnis. Blickt er jedoch vom Rasenfußball auf das Geschehen in die Halle, dann macht er sich Sorgen. Es winken schwere Zeiten für den Hallenfußball. 2Gplus (geimpft, genesen und getestet) bedeutet für die ausrichtenden Vereine nach Ansicht Neumann einen sehr großen Aufwand. Gleichzeitig müssen sich die Verantwortlichen fragen, ob die Zuschauerresonanz unter den 2Gplus leide und sich der Aufwand überhaupt lohne.

Eine knifflige Situation, die auch für die Organisatoren des Aurich-Cups zutrifft. Auf ON-Nachfrage sagte SpVg-Geschäftsführer Stefan Wilts: „Gegenwärtig laufen unsere Vorbereitungen weiter. Mitte Dezember werden wir entscheiden, ob der Aurich-Cup stattfindet.“ Unter 2Gplus droht wohl die Absage, meint Wilts. Weniger wegen eines möglichen Zuschauerrückgangs, sondern wegen befürchteter Absagen seitens der teilnehmenden Mannschaften. Die Ausfälle sind organisatorisch kaum zu händeln, gibt Wilts zu bedenken. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass in den kommenden Tagen die Coronazahlen sinken werden. Das Großturnier um den Aurich-Cup hängt somit in der Schwebe.

Handballer OHV II sind für Saisonunterbrechung

In einer Videokonferenz haben sich am Montagabend Vertreter der Mannschaften aus den Oberligen der Männer und Frauen sowie der Verbandsligen über das weitere Vorgehen im Spielbetrieb ausgetauscht. Hintergrund war die ab dem heutigen Mittwoch geltende 2G-plus-Regel (Geimpft, genesen plus Test) und die damit verbundenen Maßnahmen. Die Frage, um die sich die Diskussion drehte: Soll die Saison unter diesen Bedingungen fortgesetzt werden oder nicht.

Für den OHV Aurich II, dessen Mannschaft in der Verbandsliga der Männer antritt, nahm Leon Höppner an der Runde teil. Insgesamt waren mehr als 100 Teilnehmer zugeschaltet.

Knappes Abstimmungsergebnis

Der Eindruck, den Höppner anhand der Wortmeldungen gewann: „Demnach würde ich sagen, dass sich eine kleine Mehrheit für eine Fortsetzung des Spielbetriebs ausgesprochen hat.“ Für andere hingegen kam eine Fortsetzung gar nicht in Frage. Schon allein deshalb nicht, weil es in ihren Landkreisen bis jetzt noch gar keine Teststationen gibt. Aber nicht alle Teilnehmer meldeten sich auch zu Wort.

Bis Mittwoch sind die Vertreter der Vereine jetzt aufgefordert, ihr Votum abzugeben. Die Auricher haben eine ganz klare Meinung. „Wir sind dafür, die Saison zu unterbrechen“, so Höppner. Als mögliche Termine für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs sind in dem Fall das Wochenende 15./16. Januar oder das letzte Januar-Wochenende 2022 ins Auge gefasst.

Mammutprogramm für Auricher Handballer

Sollte es dazu kommen, dass die Saison unterbrochen wird, wartet auf die Teams in der Verbandsliga ein Mammutprogramm. Denn der Vizepräsident Spieltechnik im Handballverband Niedersachsen, Jens Schoof, gab den Vereinsvertretern mit in die Entscheidungsfindung, dass die Saison komplett zu Ende gespielt werden soll und alle ausgefallenen Spiele nachgeholt werden müssten. Notfalls auch in der Woche oder mit Doppeleinsätzen am Wochenende. Denn der Spielplan lässt ohnehin kaum Luft.

Die Staffel der Verbandsliga Nordsee umfasst 15 Mannschaften. Letzter Spieltag ist das erste Juni-Wochenende. Von Januar bis dahin hat der OHV, wenn alles glatt läuft, nur drei spielfreie Wochenenden. „Wir sind aber immer noch eine Amateursportmannschaft“, sagt Höppner.

Die Auricher hatten im Vorfeld der Saison dafür plädiert, die Mannschaften aufgrund der ungewissen Entwicklung der Pandemie in kleinere Staffeln einzuteilen. Die Mehrheit votierte dagegen. Höppner ist gespannt was diesmal bei der Abstimmung herauskommt.

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