Fußball
6:0 – Auricher B-Juniorinnen schießen sich Frust von der Seele
Nach drei Pleiten in Folge haben die Auricher B-Juniorinnen Holstein Kiel in der Bundesliga deutlich mit 6:0 geschlagen. Eine SpVg-Spielerin traf gegen ihre ehemalige Mannschaft.
Aurich - Dreimal in Folge hatten die B-Juniorinnen der Sportvereinigung in der Bundesliga verloren. Doch Trainer Stefan Wilts baute in der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel bewusst keinen Druck auf. Seine Spielerinnen dankten es ihm und besiegten das Tabellen-Schlusslicht eindrucksvoll mit 6:0. Somit haben die Auricherinnen zur Hälfte der Saison 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Das frühe 1:0 hat uns Sicherheit gegeben. Es war nach den zwei unglücklichen und der unnötig deutlichen Niederlagen beim HSV wichtig, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden“, sagte Wilts.
Bereits in der 2. Minute traf Jule Kersten zum 1:0 für die SpVg. Für die Spielerin sicherlich ein besonderes Tor, war sie doch erst im Sommer aus Kiel in Richtung Ellernfeld gewechselt. Für die Gäste lief von Beginn an so ziemlich alles schief. In der 13. Minute prallte die Kieler Torhüterin Jule Hermsen mit einer SpVg-Spielerin zusammen und musste verletzt ausgewechselt werden. Eigentlich unnötig, weil die SpVg-Akteurin im Abseits gestanden hatte und der Linienrichter regelkonform erst spät die Fahne hob. „Eine wirklich blöde Regel“, findet auch Wilts.
„Wollten schnell das vierte Tor nachlegen“
Fortan hütete eine Feldspielerin das Kieler Tor. Ein Doppelschlag in der ersten Halbzeit durch Elisabeth Steiner und Lizzy Weinkauf sorgte bereits für eine Vorentscheidung. Doch Wilts warnte seine Spielerinnen in der Halbzeit. „Ein Tor von Kiel und das Spiel kann noch in eine andere Richtung gehen. Deswegen wollten wir das vierte Tor schnell nachlegen“, so Wilts. Die SpVg-Spielerinnen hatten gut zugehört. Nach 50 Minuten erhöhten Carolin Hoffmann und Lizzy Weinkauf mit einem weiteren Doppelschlag auf 5:0.
Nun rotierte Wilts und wechselte fünf Spielerinnen ein, die sonst nicht so zum Zug kommen. Das brachte ein wenig Unordnung auf dem Platz. „Wir hätten vielleicht mit der Stammelf noch mehr Tore geschossen, aber wir haben nächste Woche noch ein wichtiges Spiel“, sagte der SpVg-Trainer. Amelia Karpinska sorgte kurz nach ihrer Einwechslung mit dem Tor zum 6:0 für den Schlusspunkt. Spielerin des Spiels war ohne Zweifel Elisabeth Steiner, die ein Tor selbst erzielte und insgesamt vier Tore vorbereitete.
13 Punkte Vorsprung auf Abstiegszone
Die Hälfte der Saison ist nun gespielt, der Vorsprung auf die Abstiegsränge scheint komfortabel. Doch Wilts möchte mit den Mädchen am kommenden Wochenende im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten Neubrandenburg unbedingt nachlegen. „Je früher wir den Klassenverbleib geschafft haben, desto eher können wir mit den Planungen für die nächste Bundesliga-Saison beginnen“, so Wilts.
Momentan steht die Sportvereinigung auf dem fünften Platz in der Bundesliga Nord/Nordost. Damit hätte Trainer Wilts vor der Saison nicht unbedingt gerechnet, schließlich war bekannt, dass es in dieser Saison sechs Absteiger geben wird.
Eigentlich hatte der Trainer der B-Juniorinnen darauf spekuliert, dass er mit einigen anderen Mannschaften um die ersten beiden Nichtabstiegsplätze spielt. „Somit ist das Zwischenergebnis absolut zufriedenstellend“, sagt Wilts.