Berlin

Hochansteckend: Woran Sie Feigwarzen erkennen und was Sie tun müssen

Kim Patrick von Harling
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Von Kim Patrick von Harling
| 22.11.2021 15:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zwei Typen des HP-Virus können unangenehme Geschlechtskrankheiten auslösen. Foto: imago images/Kateryna Kon
Zwei Typen des HP-Virus können unangenehme Geschlechtskrankheiten auslösen. Foto: imago images/Kateryna Kon
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Sie sind winzig und extrem ansteckend: Feigwarzen. Oft werden sie übersehen und unwissend weitergegeben. Wie Sie das vermeiden und wie Sie bei einer Erkrankung vorgehen müssen.

Wenn die redensartlich schönste Nebensache der Welt ein unangenehmes Nachspiel mit sich bringt, spielen oft sogenannte Feigwarzen eine Rolle. Grund für die weitverbreitete Geschlechtskrankheit, die sowohl Frauen als auch Männer betrifft, sind laut der Deutschen Aidshilfe Infektionen mit den leicht übertragbaren humanen Papillomaviren (HPV). Eine seltene Folge einer HPV-Infektion kann unter anderem Gebärmutterhalskrebs sein. Die HPV-Typen sechs und elf verursachen Feigwarzen an Vulva, Vagina, Anus und in der Umschlagfalte der Penisvorhaut. Sollten Sie den Verdacht schöpfen, sich Feigwarzen eingefangen zu haben und Sie nicht warten wollen, bis sie von selbst verschwinden, sollten Sie nicht zögern, zeitnah einen Termin beim Urologen oder Frauenarzt auszumachen.

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Grundsätzlich ist der Befall von Feigwarzen eine gutartige Hautwucherung. Die rötlich, bräunlich oder grau-weiß gefärbten Warzen sind gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf. Am After oder der Vulva sind die Kondylome, wie sie auch genannt werden, von Betroffenen selbst kaum zu erkennen. Erst, wenn die Symptome wie Juckreiz, Brennen oder ein vermehrter Ausfluss auftreten, bemerken Personen den Befall. Darüber hinaus sind Feigwarzen ungefährlich und symptomfrei.

Besonders anfällig für eine Infektion sind Menschen mit einem schwachen Immunsystem und bereits vorhandenen Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien und HIV. Sex mit Kondomen bieten nur einen bedingten Schutz vor Feigwarzen, da diese wie bereits beschrieben nicht nur am Geschlechtsteil entstehen können. Die Deutsche Aidshilfe empfiehlt ohnehin, sich mindestens einmal im Jahr auf Geschlechtskrankheiten untersuchen zu lassen.

Auch wenn Sie selbst keine Symptome aufweisen und Feigwarzen nicht sichtbar sind, tragen laut Aidshilfe viele Menschen das HP-Virus in sich, sodass das Virus dennoch weitergegeben werden kann. 

Für gewöhnlich heilen die ungefährlichen Feigwarzen von selbst ab. Spezielle Cremes und Salben können zusätzlich helfen, die Feigwarzen vorzeitig loszuwerden. Grundsätzlich können Ärzte die betroffenen Stellen am Körper vereisen. Allerdings können hier Narben oder Pigmentstörungen auftreten. Zwar werden die Warzen an sich durch Vereisung beseitigt, nicht jedoch die Viren an sich. Heißt: Feigwarzen können auch nach der Behandlung zeitnah wieder auftreten.

Tatsächlich rät die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut die Impfung mit einem der beiden hier zugelassenen Impfstoffe gegen HPV für Kinder zwischen neun und 14 Jahren.

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