Upgant-Schott
Dreikampf um das Bürgermeisteramt in Upgant-Schott
Die erste Ratssitzung in Upgant-Schott an diesem Donnerstag verspricht Spannung. Ein Bürgermeister-Kandidat ist bereits aus dem Rennen.
Upgant-Schott - Spannung verspricht die öffentliche konstituierende Sitzung des Rates der Gemeinde Upgant-Schott an diesem Donnerstag (18 Uhr, Müllerhaus). Um das Amt des Bürgermeisters zeichnet sich ein Dreikampf ab. Amtsinhaber Gundolf Harms (Bündnis für Brookmerland, BfB) will seinen Posten verteidigen. Günter Winter (SPD) und Heiko Poppinga (CDU) wollen ihn beerben.
Nicht mehr im Rennen ist Albert Janssen, der nach gut einjähriger Politikpause ein beachtliches Comeback feierte, die mit Abstand meisten Stimmen (400) erhielt und damit nach politischer Tradition den Anspruch auf den Ratsvorsitz hätte. Janssen hat erkannt, dass er keine Chance auf eine Mehrheit hat. Im 15-köpfigen Rat hat die SPD sechs, die BWG vier, das BfB zwei, die CDU zwei und Moin einen Zähler.
Ausgebremst
Janssen, der das Amt gerne übernommen hätte, hatte, wie berichtet, auf eine Allianz aus BWG, BfB und CDU gesetzt, wurde dann aber von Christdemokrat Heiko Poppinga ausgebremst. Poppinga und seine Frau Kerstin wollen mit dem einzigen Vertreter der Wählergruppe „Moin“, Hajo Janssen, eine Gruppe bilden. Poppinga ließ wissen, dass Janssen für ihn nicht wählbar sei. Janssen wirft ihm „Profilierung“ und „Wählertäuschung“ vor.
Bei der Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag blieben beide auf Abstand. Harms trug mit Konkurrent Winter einen Kranz. Erwartet wird, dass es bei der Bürgermeisterwahl im ersten Durchgang zu einem Patt zwischen beiden kommt. Winter wie Harms dürften auf je sechs Stimmen kommen. Poppinga auf drei. In Runde zwei kommt es darauf an, wen die Poppingas und Moin-Mann Janssen unterstützen.
Gesprächsangebot abgelehnt
Janssen vermutet, dass sich die SPD sicher sei, ihre alte Mehrheit in Upgant-Schott zurückzuerobern. „Poppinga ist gegen uns und verspricht sich mehr von der SPD“, sagte er auf Anfrage. Dafür spreche auch, dass die SPD kurzfristig ein Gesprächsangebot von BWG und BfB ablehnte. „Wir wollten einen Neuanfang probieren. Bei der SPD stößt das aber nicht auf Gegenliebe“, sagte Janssen, der Poppingas Verhalten nicht nachvollziehen kann.
Überraschend nachsichtig wird Poppingas Gebaren in der Brookmerlander CDU-Führung gesehen. Die Situation sei schwierig, man warte aber den heutigen Donnerstag ab und hoffe, dass sich eine Lösung finde, sagte Gemeindeverbandschef Harald Tammen auf Anfrage. Poppinga zurückzupfeifen, sah er bisher keinen Grund. Dieser genieße sein vollstes Vertrauen. „Er hat mir versichert, dass er zu uns steht“, sagte Tammen.