Aurich
Stichstraße in Sandhorst wird verlängert
In Sandhorst wird eine kleine Stichstraße verlängert. Sie wird demnächst zu einem Neubau des Vereins Ostfriesischer Stammviehzüchter führen.
Aurich - Es tut sich was in der kleinen Stichstraße „Zu den Norderstücken“ in Sandhorst. Diese endete bislang in einem Wendehammer. Nun wird die Straße um rund 150 Meter verlängert. Denn sie soll als Anbindung für die neue Quarantänestation des Vereins Ostfriesischer Stammviehzüchter (VOST) genutzt werden. Seit Montag voriger Woche ist das Unternehmen Fokken Straßen- und Tiefbau (Berumerfehn) mit dem Ausbau der Straße beschäftigt. Noch vor Weihnachten, so die Hoffnung von Bauleiter Florian Fokken, könnte das neue Stückchen Straße fertiggestellt werden. Festlegen mag er sich auf diesen Termin allerdings nicht.
Denn wie bei allen Bauvorhaben in diesem Jahr gibt es ein großes Aber bei solchen Maßnahmen. „Alles hängt zum einen am Wetter, zum anderen daran, ob wir das nötige Material auch bekommen.“ Der Asphalt soll kurz vor Weihnachten eingebaut werden. Wegen der guten Auftragslage macht das Mischwerk in diesem Jahr keine Pause. „Aber der nötige Schotter muss auch ans Mischwerk geliefert werden“, sagt Fokken. Daran hänge am Ende auch die Fertigstellung der kleinen Straße in Sandhorst. Sollte es Lieferschwierigkeiten geben, könnte sich die Fertigstellung der Verlängerung ins kommende Jahr ziehen.
Erdarbeiten für VOST-Gebäude haben begonnen
Dennoch laufen auf dem Grundstück, dass der VOST vor knapp drei Jahren von der Stadt Aurich erworben hat, bereits die ersten Erdarbeiten. Ein Bagger ist dabei, das Baufeld für die neue Quarantänestation herzurichten. Seit Jahren wird bereits der Neubau geplant. Bislang nutzt der VOST sein ehemals eigenes Gelände am Wallster Weg für die Quarantäne. Entstehen sollen in Sandhorst Ställe für bis zu 350 Rinder, außerdem ein kleines Verwaltungsgebäude sowie Vorratsflächen für Silage. Benötigt wird dafür ein Grundstück mit einer Fläche von drei Hektar. Mit dem Hochbau soll im Frühling kommenden Jahres begonnen werden.
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Kunden, zum Beispiel aus Russland, würden verlangen, dass die Quarantäne in Deutschland durchgeführt werde. Das hatte VOST-Geschäftsführer Dr. Cord-Hinnerk Thies 2018 im Auricher Wirtschaftsausschuss berichtet. Es ging damals laut Thies um etwa 10.000 Exportrinder pro Jahr. Mehr Verkehr erwartete er nicht durch den Neubau, höchstens eine Verlagerung vom Wallster Weg zur Dornumer Straße. Nur einmal pro Monat wechselt der Bestand in der Quarantäne. Denn die 350 Rinder müssen zusammen vier Wochen isoliert gehalten werden, bevor sie in den Export gehen.