Berlin
„Es ist genug Impfstoff da“: Sorge um Knappheit unbegründet
Für viele Menschen steht die Booster-Impfung bevor. Es ist jedoch nicht leicht, einen Termin für die Auffrischung zu bekommen. Daran ist aber nicht eine Vakzin-Knappheit Schuld.
„Es ist genug Impfstoff da“, betont Gabriele Regina Overwiening (59) von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in einer Pressemitteilung des Verbandes. Grundsätzlich würden ausreichende Mengen Impfstoff zur Verfügung stehen, um allen Personen ein Impfangebot - auch für Auffrischimpfungen - machen zu können.
Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betonte im RBB, dass ausreichend Impfstoff vorhanden sei, sodass jeder der eine Booster-Impfung will, auch eine bekommen könne.
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Allein in dieser Woche lieferte das Bundesgesundheitsminister (BMG) laut „Bild“ dem pharmazeutischen Großhandel über vier Millionen Dosen aus, um den Bestand zu ergänzen. „Damit sollten weitgehend auch sehr kurzfristige Bedarfe gedeckt werden können“, erklärte das BMG.
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Priorisierung bei Impfreihenfolge beibehalten
Dennoch ist es gerade nicht für jeden ganz einfach, an einen Impftermin zu bekommen. Das liege aber nicht an fehlenden Impfstoffen sondern an überlasteten Hausärzten. Aus diesem Grund forderte Jens Spahn schon vor Wochen, eine Reaktivierung der Impfzentren, der einige Kommunen und Länder bereits nachgekommen sind.
Gleichzeitig fordern Experten zwar zu einer Auffrisch-Impfung auf, jedoch sollte die Priorisierung beibehalten werden.
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So warnt Christian Drosten in seinem Podcast vor den "Überbesorgten. Sie könnten in den Arztpraxen nach einer Drittimpfung verlangen, obwohl die zweite Dosis erst einen Monat her sei. Die Gefahr bestünde, dass diese Menschen dann „die Zeit der Ärzte stehlen und die Dosis konsumieren, die eigentlich der ältere Patient unbedingt bräuchte.“