Fußball

Auricher B-Juniorinnen kassieren ersten Heimniederlage

| | 14.11.2021 15:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Potsdamerinnen (blaue Trikots) gingen resolut zu Werke. Dank einer konzentrierten Defensivleistungen gewannen die Gäste mit 2:0 auf dem Ellernfeld.Foto: Bernd Wolfenberg
Die Potsdamerinnen (blaue Trikots) gingen resolut zu Werke. Dank einer konzentrierten Defensivleistungen gewannen die Gäste mit 2:0 auf dem Ellernfeld.Foto: Bernd Wolfenberg
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Die Auricher B-Juniorinnen verlieren in der Fußball-Bundesliga nach einem uninspirierenden Auftritt mit 0:2 gegen Turbine Potsdam. Warum Trainer Wilts seinen Spielerinnen trotzdem nicht böse ist, hat er im ON-Gespräch verraten.

Aurich – Mit leeren Blicken wanderten die Spielerinnen der Auricher B-Juniorinnen nach der ersten Heimniederlage in der diesjährigen Bundesliga-Saison über den Rasen. Der Gegner aus Potsdam war keine unüberwindbare Hürde gewesen, doch was bei den Auricherinnen schon oft geklappt hatte im bisherigen Saisonverlauf, funktionierte am Sonnabend auf dem Ellernfeld nicht.

Fehlende Präzision im Passspiel, kaum Kreativität und wenig Torgefahr: Trotz dieser fehlenden Attribute hätten die hoch überlegenen Auricherinnen mindestens einen Punkt mitnehmen müssen. Doch Potsdam spielte gnadenlos effektiv und nutzte zwei der drei Torchancen. So war der 2:0-Erfolg der Brandenburgerinnen auch nicht ganz unverdient. „Potsdam hat in der Defensive gut gearbeitet und vorne mit der nötigen Geduld auch das Quäntchen Glück gehabt“, lautete das Fazit von SpVg-Trainer Stefan Wilts nach Spielende.

Überlegenheit ohne Ertrag

Er durfte seinen Spielerinnen auch nicht wirklich böse sein. Sie kämpften und ackerten, schnürten den Gegner teilweise minutenlang in der eigenen Hälfte ein, doch spätestens am Strafraum war es vorbei mit der Herrlichkeit. So kreierten die SpVg-Spielerinnen nur zwei Torchancen in der ersten Halbzeit. Emily Reens schoss eine ihrer gefährlichen Ecken direkt auf das Potsdamer Tor, wo sich Torhüterin Anna Thiele gewaltig strecken musste. Lizzy Weinkauf schoss aus aussichtsreicher Position knapp vorbei. Das war es aber auch, die Turbinen-Abwehr stand sicher und verteidigte mit einer gesunden Mischung aus Technik und Härte.

Die zweite Halbzeit bot einen großen Aufreger. Turbinen-Kapitänin Amelie Hoppe hätte eigentlich in der 60. Minute nach dem Versuch einer Tätlichkeit die Rote Karte sehen müssen. Doch die Schiedsrichterin ließ Gnade walten und zückte noch nicht einmal gelb. Trainer Wilts und sein Co-Trainer Thorben Cordes regten sich mächtig auf, schließlich hatte sich besagte Szene genau vor ihren Augen abgespielt. Doch Wilts bewies anschließend Größe. „Das ist jetzt abgehakt und war auch nicht spielentscheidend“, sagte der SpVg-Trainer. Drei Minuten zuvor hatte Potsdam mit einem Kontertor bereits die Weichen auf Sieg gestellt. Ein gut getimter Pass in die Schnittstelle der SpVg-Abwehr, und schon tauchte Jolien Franeck alleine vor Torhüterin Martha Louise Frieling auf. Die Potsdamerin hatte keine Mühe, Frieling zu umkurven und zum 1:0 für Potsdam abzuschließen.

Auricher Co-Trainer fliegt

Aurich setzte nun alles auf eine Karten und erhöhte den Druck auf das Potsdamer Tor. Lizzy Weinkauf verpasste den Ausgleich aus dem Gewühl heraus nur knapp. In der Schlussphase sah Co-Trainer Cordes dann noch die Gelb-rote Karte. Er hatte sich mehrfach vehement über die Schiedsrichterleistung aufgeregt und sah die letzten Sekunden des Spiels von der Tribüne aus.

Trainer Wilts hakte die Niederlage schnell ab. „Die Mädels haben alle leidenschaftlich gekämpft und viel gerackert. Es fehlte einfach an Ideen und der notwendigen Konsequenz im letzten Drittel“, so Wilts.

Am kommenden Wochenden reisen die Auricher B-Mädchen zum Tabellenzweiten dem Hamburger SV. „Keine leichte Aufgabe, aber wir haben gerade in den Spielen gegen die Spitzenclubs immer gute Leistungen und Ergebnisse erzielt“, hofft Wilts auf ein Ende der kleinen Niederlagenserie.

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