Aurich
Auricher Weihnachtszauber: Offen trotz Corona-Regeln
Nach einem Jahr Zwangspause wegen der Corona-Pandemie wird es wieder den Auricher Weihnachtszauber geben. Ohne Spielregeln geht es aber nicht.
Aurich - Fast ohne Einschränkungen wird der Auricher Weihnachtszauber in diesem Jahr stattfinden können. Der Katastrophenstab des Landkreises Aurich hat das Hygienekonzept genehmigt, das der Kaufmännische Verein (KV) als Veranstalter vorgelegt hatte. Demnach wird die 3G-Regel auf dem Marktplatz zwar gelten. „Wir müssen aber den Markt nicht einzäunen und keine Einlasskontrolle durchführen“, sagt KV-Vorsitzender Udo Hippen in einem Pressegespräch.
Der Marktplatz bleibe ohne Einschränkungen offen für den Durchgangsverkehr. Erst beim Verweilen an einem der Verkaufsstände müsse die Besucher nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder von Corona genesen sind. Das wird über bunte Bändchen geschehen, die es an jedem Verkaufsstand sowie bei einigen Auricher Gastronomen geben wird.
Zwei Arten von Bändchen für den Weihnachtszauber
Zwei Arten von Bändchen soll es geben, erläutert Marco Bordasch, Geschäftsführer des Verkehrsvereins Aurich sowie Mitglied im Vorstand des KV. Ein rotes Bändchen aus Stoff ist für Dauerbesucher vorgesehen. Das gibt es nur für Geimpfte oder Genesene und kann über die gesamte Zeit des Weihnachtszaubers getragen werden. Die anderen Bändchen sind aus Papier und gelten immer nur für einen Tag. „Die Farben wechseln täglich“, sagt Bordasch. Auf diese Weise könnten die Mitarbeiter an den Verkaufsständen auf einen Blick die Einhaltung der 3G-Regel kontrollieren.
Mit diesem System sei der Spagat gelungen, viel vom ursprünglichen Charakter des Auricher Weihnachtszaubers zu erhalten und dennoch die Corona-Vorgaben zu erfüllen, sagt Hippen. Denn insbesondere mit Blick auf die Fußgänger, die den Marktplatz lediglich queren wollten, habe man eine Umzäunung mit Einlasskontrolle schon früh ausgeschlossen. Beteiligt werde auch die Auricher Gastronomie, die teilweise – wie zum Beispiel Hafen 5 oder die Pinte – eigene Stände vor ihren Geschäften aufbauen wollten. „Wir haben so ein einheitliches System“, sagt Bordasch. Mit den Bändchen könne man sowohl zum Weihnachtszauber als auch in die weihnachtlichen Angebote der Gastronomie.
Einhaltung der Regeln wird genau kontrolliert
Es soll genau darauf geachtet werden, so Hippen, dass die Regeln eingehalten werden. So könne zum Beispiel nicht jemand fünf Glühwein ordern und diese weitergeben an Bekannte ohne Bändchen. Er appellierte dringend an alle Besucher, sich auch an die Regeln zu halten.
Für das Hygienekonzept musste Platz auf dem Marktplatz geschaffen werden. Denn es sind größere Abstände zwischen den einzelnen Verkaufsständen nötig. Zuständig dafür ist Marktmeister Angelo Kanzler, der bereits mit seinem Team dabei ist, den Marktplatz zu vermessen. Es habe keinem Beschicker abgesagt werden müssen, so Kanzler, jeder sei vertreten. Es könne höchstens sein, dass einzelne Schausteller einen Stand weniger hätten. „Das ist alles im Vorfeld abgesprochen worden.“ Zwei Kunsthandwerker wären zum Beispiel gar nicht gekommen, weil sie ihre Ware schon im Frühjahr hätten ordern müssen. „Da wusste aber noch niemand, ob der Weihnachtszauber in diesem Jahr stattfinden kann.“ Platz geschaffen worden ist auch, indem der Adventskalender vom Markt in die Markthalle verlegt worden ist.