Aurich
Julianenburger Straße bleibt bis Mitte November gesperrt
Am 14. November wird die Julianenburger Straße geöffnet. Erst muss aber die Ampel an der Hafenstraße fertiggestellt werden. Den Kaufleuten dauert das zu lange – sie haben einen anderen Vorschlag.
Aurich - Es stößt immer mehr auf Unverständnis: Die Fahrbahnen von Julianenburger Straße und Hafenstraße sind fertig. Lediglich an den Fußwegen wird noch gearbeitet. Und dennoch bleibt die Julianenburger Straße gesperrt.
Nur Anlieger dürfen im Einbahnstraßenverkehr von der Oldersumer Straße über Reilstraße und Graf-Ulrich-Straße zur Julianenburger Straße und weiter in Richtung Fischteichweg fahren. Viele Autofahrer versuchen dennoch, vom Fischteichweg zur Oldersumer Straße zu gelangen und müssen am Hafen umdrehen. Auch auf den ersten Metern der Hafenstraße, die offen sind, drehen des Öfteren Fahrzeuge um.
Ampel ist Ursache für andauernde Sperrung
Der Landkreis Aurich hat Ende voriger Woche als Grund für die andauernde Sperrung die Ampelanlage an der Kreuzung Hafenstraße/Kirchdorfer Straße/Fischteichweg genannt. Diese soll spätestens am 14. November in Betrieb genommen werden, sofern nicht unvorhergesehene Ereignisse die Fertigstellung behindern, so Kreissprecher Rainer Müller-Gummels in einer Mitteilung am Montagabend. Bis dahin würden alle Arbeiten an der Anlage abschlossen sein. Ursprünglich hätte die Julianenburger Straße Ende Oktober wieder für den Verkehr freigegeben werden sollen.
Nach Inbetriebnahme der Ampel sollen sowohl die Julianenburger Straße als auch die Hafenstraße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden, sodass dann für den Fahrzeugverkehr in dem betreffenden Bereich keine Behinderungen mehr bestehen. Wenn die Arbeiten am Knotenpunkt eher abgeschlossen sind, erfolgt die Freigabe dementsprechend früher.
Weiter Einschränkungen für Radfahrer und Fußgänger
Einschränkungen gibt es nach der Freigabe der Fahrbahnen allerdings noch für Radfahrer und Fußgänger, da der Rad- und Fußweg auf der westlichen Seite der Julianenburger Straße noch hergestellt werden muss. Ebenso wird der Parkstreifen in diesem Bereich abgesperrt und von Firma Strabag als Arbeitsraum benötigt. Die Radfahrer und Fußgänger werden dann über die Fußgängerampel an der Hasseburger Straße auf die östliche Seite geführt und können an der Kreuzung zur L1 (Oldersumer Straße) wieder auf die westliche Seite wechseln.
Derzeit arbeitet das Bauunternehmen an der Fertigstellung des Geh- und Radwegs auf der östlichen Seite der Julianenburger Straße. Eine zweite Kolonne wird noch in dieser Woche zur Unterstützung hinzugezogen, um den Zeitplan einhalten zu können. Parallel sollen die Auskofferungsarbeiten auf der westlichen Seite der Julianenburger Straße durchgeführt werden, da diese eine Vollsperrung erfordern. Der endgültige Abschluss aller Arbeiten ist laut Müller-Gummels bis zum 26. November geplant.
Kaufleute fürchten ums Weihnachtsgeschäft
Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins, hat dafür kein Verständnis. Wenn die Ampel nicht fertig werde, müsse eben eine Baustellenampel als Provisorium her, sagt er auf ON-Anfrage. Denn die Sperrung der Hafenstraße mache sich bemerkbar in den Kassen der Kaufleute.
Denn trotz der Anbindung des Georgswalls an die Große Mühlenwallstraße würden immer noch die meisten Besucher über die Hafenstraße die Parkplätze am Georgswall ansteuern. Wegen der Sperrung blieben nun viele Stellplätze unbesetzt. Hippen denkt bereits an das Weihnachtsgeschäft. Denn wegen des Mangels an Bauteilen hätten viele Hersteller unter anderem von Unterhaltungstechnologie, Spielzeugen und Fahrrädern dazu geraten, frühzeitig einzukaufen. Andernfalls bestände die Gefahr, das gewünschte Geschenke zum Fest nicht mehr lieferbar seien. Schuld daran sind Probleme bei den weltweiten Lieferketten in Folge der Corona-Pandemie.