Monaco

Pferd geschlagen: Fünfkampf-Weltverband tauscht offenbar Disziplin

Lorena Dreusicke
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Von Lorena Dreusicke
| 02.11.2021 14:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Annika Schleu verzweifelte in Tokio an ihrem Pferd. Der Fünfkampf-Verband steuert offenbar um. Foto: imago images/AFLOSPORT/Yohei Osada
Annika Schleu verzweifelte in Tokio an ihrem Pferd. Der Fünfkampf-Verband steuert offenbar um. Foto: imago images/AFLOSPORT/Yohei Osada
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Nach dem Skandal um die deutsche Fünfkämpferin, die bei den Olympischen Spielen unter Tränen auf ihr störrisches Pferd eindrosch, richtet der Weltverband UIPM offenbar die Disziplinen neu aus.

Zum Modernen Fünfkampf gehören bislang: Pistolenschießen, Degenfechten, Schwimmen, Querfeldein-Lauf und Springreiten. Demnächst könnte das anders sein. Nach Informationen des britischen „Guardian“ hat der Internationale Verband für den Modernen Fünfkampf UIPM in geheimer Abstimmung beschlossen, Pferdesport aus dem Fünfkampf zu verbannen. Stattdessen sollen die Athleten bei der nächsten Olympiade 2024 in Paris Radfahren. 

Der Verband kommentierte den Bericht der Zeitung nicht, kündigte aber eine Pressemitteilung für den 4. November an.

Eklat in Tokio: Deutsche Fünfkämpferin schlägt Pferd

Hintergrund für den Beschluss sei die Aufregung um wilde Szenen bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021. Der Vorwurf der Tierquälerei stand im Raum, als die deutsche Fünfkämpferin Annika Schleu aufgelöst und auf Zurufen ihrer Trainerin auf ihr Pferd einschlug, das nicht über die Hindernisse springen wollte. Sie räumte später Fehler ein, aber bestreitet einen groben Umgang mit dem Pferd: „Ich bin nach bestem Gewissen mit dem Pferd umgegangen“, wehrte sich die Reiterin Annika Schleu.

Die Sportler bekommen beim Modernen Fünfkampf ein Pferd zugelost. Sie haben kaum Zeit zusammen zu trainieren.

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