Aurich
Brücke über Ems-Jade-Kanal wegen Mängeln gesperrt
Die Brücke am Kroglitzweg über den Ems-Jade-Kanal in Aurich ist ab sofort voll gesperrt. Grund dafür sind erhebliche Mängel.
Aurich/Schirum - Die Brücke beim Kroglitzweg über den Ems-Jade-Kanal in Aurich Schirum ist ab sofort gesperrt. Das teilte die Stadt Aurich mit. Bei einer Sicherheitsüberprüfung seien erhebliche Beeinträchtigungen der Stand- und Verkehrssicherheit festgestellt, heißt es. Dienstagmittag waren noch keine Absperrungen an der Brücke. Die sollen im Laufe des Tages kommen, sagte Stadtsprecher Johann Stromann.
Der TÜV Rheinland habe die Mängel festgestellt und ein 17-seitiges Gutachten verfasst, sagte Stromann. Seit rund fünf Wochen wisse das Tiefbauamt vom Zustand der Brücke. Bei einer Besichtigung mit dem Tiefbauamt und dem Ordnungsamt der Stadt habe man sich dann dazu entschieden, die Brücke zu sperren.
Für Autofahrer und Fußgänger bedeutet die Sperrung der Brücke am Kroglitzweg Umwege. Offiziell diene der Langfeldweg südöstlich als Ausweichroute, sagte Stromann. Für Fußgänger ist das ein ordentliches Stück. Über offizielle Straßen ist man so gut 40 Minuten unterwegs. Schneller könnte es über die Brücke am Ostfrieslandwanderweg nordwestlich des Kroglitzwegs gehen.
Nur eine Brücke mangelhaft
Unter den Brücken, für die die Stadt Aurich zuständig ist, sei nur die Brücke am Kroglitzweg mangelhaft, sagte Stromann. Das Gutachten richte sich nach Skala von eins (gut) bis vier (mangelhaft). Bei der vergangenen Überprüfung im Jahr 2019 habe die Brücke einen Wert von 3,5 erhalten. Nun liege er zwischen 3,5 und 4.
Warum nur diese eine Brücke mangelhaft ist, könne man nicht sagen, sagte Stromann. „Bei manchen fängt die Materialermüdung früher an.“ Einsturzgefährdet sei sie deswegen nicht. Man könne wohl theoretisch noch drüberlaufen, sagte Stromann. Der Schaden breitet sich laut Gutachten allerdings immer weiter aus und führt zum Verfall. Die Sperrung sei vorsorglich, man gehe damit auf „Nummer sicher“.
Ob die Brücke repariert werden kann oder abgerissen werden muss, könne man noch nicht sagen, sagte Stromann. Damit müsse sich die Politik als nächstes befassen.