Aurich

Initiative will aus Auto-Fahrspur Radweg machen

| | 18.10.2021 15:51 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die „Luma“ will aus der neuen Rechtsabbiegespur für Autofahrer von der Julianenburger auf die Kirchdorfer Straße einen Radweg machen. Foto: Aiko Recke
Die „Luma“ will aus der neuen Rechtsabbiegespur für Autofahrer von der Julianenburger auf die Kirchdorfer Straße einen Radweg machen. Foto: Aiko Recke
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Die „Luma“ sieht im Umbau der Kreuzung Kirchdorfer Straße in Aurich Nachteile für Radfahrer. Deshalb fordert sie an drei Stellen Vorrang für die Zweiräder – etwa durch Umwidmung einer neuen Fahrspur.

Aurich - Die Initiative „Lebensqualität und Mobilität für Aurich“ (Luma) kritisiert den Umbau der Kreuzung Fischteichweg/Kirchdorfer Straße/Julianenburger Straße/Hafenstraße nicht nur - sie fordert jetzt auch Änderungen zugunsten der Radler noch vor der offiziellen Freigabe des Knotenpunkts.

An der Kreuzung fehlt immer noch die Ampelanlage. Die Luma fordert nun Aufstellflächen für Radfahrer direkt auf den Fahrbahnen an den Ampeln in der Hafenstraße – wie jetzt ohne Ampel bereits von einer Radfahrerin praktiziert – und der Kirchdorfer Straße. Foto: Aiko Recke
An der Kreuzung fehlt immer noch die Ampelanlage. Die Luma fordert nun Aufstellflächen für Radfahrer direkt auf den Fahrbahnen an den Ampeln in der Hafenstraße – wie jetzt ohne Ampel bereits von einer Radfahrerin praktiziert – und der Kirchdorfer Straße. Foto: Aiko Recke

Wie berichtet, ist die Luma der Ansicht, dass der Umbau mehrere Nachteile für Radfahrer und Fußgänger gebracht hat. Der Autoverkehr werde gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern bevorzugt. Es entstünden zusätzliche Gefahrenpunkte für Fußgänger und Radfahrer, beispielsweise dort, wo die Sichtachsen bei der Bäckerei stark eingeschränkt und die Fahrspuren schmal seien.

Mit der neuen Regelung sollen Radfahrer beim Linksabbiegen zweimal die Ampelfuhrten nutzen. Bislang fuhren sie auf der Straße mit den Autos mit. Foto: Aiko Recke
Mit der neuen Regelung sollen Radfahrer beim Linksabbiegen zweimal die Ampelfuhrten nutzen. Bislang fuhren sie auf der Straße mit den Autos mit. Foto: Aiko Recke
Zudem würden Radfahrer künftig zwei Ampelphasen benötigen, um die Kreuzung zu überqueren, kritisiert Luma-Sprecher Albert Herresthal. Die Luma fordert nun drei Korrekturen zugunsten des Radverkehrs.

Umwidmung einer Fahrspur und Schaffung von Aufstellflächen

Zum einen soll die durch den Umbau neu entstandene Auto-Rechtsabbiegespur in der Julianenburger Straße künftig als Radspur genutzt werden. „Auch bislang gab es hier eine Radspur auf der Fahrbahn, die allerdings zu schmal war“, so Herresthal: „Durch die Nutzung der Kfz-Rechtsabbiegespur wäre die Radspur dann breit genug für das hohe Radverkehrsaufkommen im Kreuzungsbereich.“ Die derzeit geplante Nutzung des Fußweges sei gefährlich, sowohl für Besucher der Bäckerei als auch an der unübersichtlichen Hausecke.

Die Radwege sind im Kreuzungsbereich jetzt in Rot hervorgehoben, sollen laut Luma aber gar nicht mehr überall von Radfahrern genutzt werden. Foto: Aiko Recke
Die Radwege sind im Kreuzungsbereich jetzt in Rot hervorgehoben, sollen laut Luma aber gar nicht mehr überall von Radfahrern genutzt werden. Foto: Aiko Recke

Zum zweiten soll nach Meinung der Luma der Radverkehr aus der Hafenstraße wie in der Vergangenheit auf der Fahrbahn geführt werden und dort vor den Autos eine Aufstellfläche an der Ampel bekommen. Das erspare den links abbiegenden Radfahrern eine zweite Ampelphase mit Wartezeiten und entlaste den Fußweg im Kreuzungsbereich. „Die extreme Gefahrenstelle an der Bäckerei Cremer würde damit vermieden“, so Herresthal.

Herresthal: Schon im Masterplan Radverkehr so vorgeschlagen

Zum dritten sollen auch die Radfahrer aus der Kirchdorfer Straße wie bisher auf der Fahrbahn geführt werden und direkt an der Ampel eine Aufstellfläche bekommen. Diese habe bislang gefehlt. „Alle drei Vorschläge sind ohne größere bauliche Maßnahmen zu realisieren“, so Herresthal: „Sie würden die Neugestaltung der Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmenden zu einem Gewinn machen und zusätzliche Gefahrenpunkte für Fußgänger und Radfahrende vermeiden helfen.“

Die Julianenburger Straße ist immer noch im Umbau und voll gesperrt. Foto: Aiko Recke
Die Julianenburger Straße ist immer noch im Umbau und voll gesperrt. Foto: Aiko Recke

Die Forderungen der Luma seien nicht aus der Luft gegriffen, sondern schon im Masterplan Radverkehr der Stadt vom Sachverständigenbüro aufgeführt worden. Die Radfahrer sollen durch Aufstellflächen im Kreuzungsbereich ins Sichtfeld des Kfz-Verkehrs kommen und Vorrang bekommen, heiße es dort.

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