Weene

Gefühlte Niederlage für TuS Weene beim 1:1 gegen SV Wallinghausen

| | 17.10.2021 19:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Rudelbildung vor dem Strafraum von Weene: Mehrere Schwarz-Gelbe stellen den Wallinghausener Thilko Trebesch. Die grün-weißen Angreifer standen oft auf verlorenem Posten, weil Weene in der Defensive konsequent abräumte. Nur einmal passte Weenes Abwehr nicht auf. Foto: Bernd Wolfenberg
Rudelbildung vor dem Strafraum von Weene: Mehrere Schwarz-Gelbe stellen den Wallinghausener Thilko Trebesch. Die grün-weißen Angreifer standen oft auf verlorenem Posten, weil Weene in der Defensive konsequent abräumte. Nur einmal passte Weenes Abwehr nicht auf. Foto: Bernd Wolfenberg
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Der TuS Weene führte zu Hause gegen Wallinghausen bis weit in die Nachspielzeit hinein. Doch dann passierte das Unerwartete.

Wallinghausen – Der TuS Weene war nahe dran am Heimsieg gegen den SV Wallinghausen. Die Schwarz-Gelben führten in einer spielerisch schwachen Bezirksligapartie am Sonntagnachmittag bis kurz vor dem Ende der Nachspielzeit mit 1:0 durch einen Treffer von Jan Bokker, ehe der Elfmeterpfiff zugunsten der Gäste ertönte.

Ein Pfiff mit Folgen. Tim Alberts behielt die Nerven und markierte den Ausgleich. Nicht unverdient, denn die Wallinghausener hatten über weite Strecken das Spiel bestimmt, aber daraus kein Kapital geschlagen.

„Gefühlte Niederlage“

Weenes Trainer Marco Frerichs machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: „Das ist für mich und der Mannschaft wie eine gefühlte Niederlage.“ Er nannte auch einen Grund für die gefühlte Niederlage. Zum Schluss sei seine Mannschaft nicht clever genug gewesen, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Sein Gegenüber Sven Bünting räumte ein: „Puh, da sind wir noch einmal mit einem blauen Augen davongekommen. Uns war klar, dass wir es gegen eine Mannschaft wie Weene, die tief steht und konsequent verteidigt, schwer haben werden. So war es auch über die gesamte Spieldauer. Weene zog sich weit zurück und ließ Wallinghausen anrennen. Das sah zwar optisch gut aus für die Gäste, aber in der Offensive blieben die Vorstöße des SVW stumpf und ohne Durchschlagskraft. Angreifer Bent Bogena versuchte sein Glück mit mehreren Distanzschüssen (21./23.), die aber allesamt sichere Beute von Torwart Joost Freitag wurden. Ansonsten sahen rund 150 Zuschauer eine mäßige Partie, die Zeit ließ, um sich mit den Nachbarn zu unterhalten oder vorzeitig den Gang zum Grill anzutreten.

Führungstreffer aus dem Nichts

Interessant wurde es zum ersten Mal nach knapp einer Stunde Spielzeit. Weene beförderte einen flachen Ball in den Strafraum der Gäste. SVW-Torwart Georg Sauermilch ließ den Ball abklatschen. Die Kugel fiel Weenes Stürmer Jan Bokker vor die Füße. Der reagierte blitzschnell, schlug einen Haken um den gegnerischen Torwart und schob ein. Die Heimelf führte und die Gäste verstanden die Welt nicht mehr.

Wallinghausen verstärkte fortan die Angriffsbemühungen. Auf der Habenseite standen zum Schluss einige Ecken und Freistöße, die aber nichts einbrachten. Sie flogen planlos ins Nichts oder wurden Beute der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber. Die Null stand und nicht wenige Fans der Grün-Weißen winkten ab.

Letzter Angriff bringt die Wende

„Die können noch stundenlang weiterspielen, ein Tor werden wir nicht mehr sehen“, brachte ein älterer Anhänger von Wallinghausen die Gemütslage auf den Punkt. Er lag mit seiner Einschätzung fast richtig, wäre da nicht der letzte Angriffsversuch der Wallinghausener gewesen.

Bent Bogena marschierte mit dem Leder am Fuß in den Strafraum. Drei oder vier Gegenspieler versuchten ihn zu stoppen. Einer traf nicht den Ball, sondern holte Bogena von den Füßen. Pfiff und Elfmeter zurecht für Wallinghausen. Diese Chance ließ sich Tim Alberts nicht nehmen. Er überwand Torwart Freitag zum späten 1:1.

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