Berlin
CDU-Nachfolge: Warum nicht Linnemann und Spahn?
Jetzt nicht schrill und plump werden. Warum Armin Laschet mit seinen Empfehlungen für die CDU Recht hat. Und wer sie umsetzen könnte.
Die CDU muss aufpassen, dass sie sich vor lauter unbedingtem Willen nach Erneuerung nicht selbst verliert oder einen Irrweg einschlägt. Die Analyse von Friedrich Merz beim Deutschlandtag der Jungen Union, wonach die Partei ein „insolvenzgefährdeter, schwerer politischer Sanierungsfall“ ist, verrät vielleicht mehr über seine persönlichen Ambitionen als dass sie eine treffende Beschreibung wäre. Das Wahlprogramm passte - und unterschied sich klar von den Mitbewerbern. Es gab nur zu wenige, die es mit Begeisterung unter die Leute brachten. Und der Kanzlerkandidat hat einfach zu viele Fehler gemacht. Nicht zuletzt war dem Land nach 16 Jahren CDU nach einem Wechsel.
Weg nach ganz Rechts führt in die Bedeutungslosigkeit
Beim Deutschlandtag der Jungen Union mahnte Armin Laschet nun richtigerweise an, die Union dürfe in der Opposition nicht schrill und plump werden. Andere konservative Volksparteien in Europa haben sich erst nach ganz Rechts und dann in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet. Auch die CDU wird nur als konservative Kraft der Mitte wieder erfolgreich sein. Carsten Linnemann und Jens Spahn wären beide Kandidaten für den Parteivorsitz, die für diesen Kurs und gleichzeitig für einen Generationenwechsel stehen könnten. Bei den Jungen in der Partei sind sie wohl die Favoriten für die Nachfolge von Armin Laschet. Bei der CDU muss achtsam renoviert, nicht rigoros saniert werden.