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Fußball: Auricher B-Juniorinnen stürmen weiter

der Sportredaktion
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Von der Sportredaktion
| 11.10.2021 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich (im roten Trikot Elisabeth Steiner) waren im Stadion von Kickers Emden von den Spielerinnen des FC Carl-Zeiss Jena nicht zu bremsen. Fotos: Aylin Rewohl
Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich (im roten Trikot Elisabeth Steiner) waren im Stadion von Kickers Emden von den Spielerinnen des FC Carl-Zeiss Jena nicht zu bremsen. Fotos: Aylin Rewohl
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Die B-Juniorinnen der SpVg Aurich sind in der Bundesliga weiter auf Erfolgskurs. Sie gewannen am Sonnabend gegen Carl-Zeiss Jena mit 4:0. Aber deswegen korrigiert ihr Trainer nicht das Saisonziel.

Emden - In ungewohnter Umgebung spielten die B-Juniorinnen der SpVg Aurich in der Fußball-Bundesliga Nord/Nordost stark auf. Im Stadion des BSV Kickers Emden gewannen sie am Sonnabend gegen den FC Carl-Zeiss Jena mit 4:0 Toren. Die Mannschaften bestritten im Rahmen des „Ländervergleichs“ Ostfriesland gegen die DDR das Vorspiel.

Bereits in der zweiten Spielminute erzielte Ana-Carolin Hoffmann die Auricher Führung. Sie hatte sich über die linke Seite durchgesetzt und schloss platziert flach unten links ab. Auch am 2:0 war die Jeveranerin beteiligt. Der Gegner konnte ein gestartetes Solo nur per Foul stoppen. Den anschließenden Freistoß brachte Leonie Fiedler scharf vor das Tor. Im Nachsetzen schaltete Elisabeth Steiner am schnellsten und drückte den Ball zum 2:0 über die Torlinie. Da waren gerade mal zwölf Minuten gespielt.

SpVg gefühlt eine Klasse besser

Auch anschließend besaßen die Auricherinnen weitere gute Tormöglichkeiten. Sie versäumten es aber, frühzeitig für eine Entscheidung zu sorgen. Von den Gästen war, ausgenommen einem harmlosen Schuss aus 15 Metern, kaum etwas zu sehen. „Wir waren gefühlt eine Klasse besser Unser Matchplan ist von den Spielerinnen zu 100 Prozent umgesetzt worden“, sagte SpVg-Trainer Stefan Wilts.

Allen Grund hatten Ana-Carolin Hoffmann (mit der Nummer. 20) und Lizzy Weinkauf, sich zu freuen.
Allen Grund hatten Ana-Carolin Hoffmann (mit der Nummer. 20) und Lizzy Weinkauf, sich zu freuen.

Auffällig: Die Gäste spielten ausschließlich über die linke Seite. Für Wilts kein Zufall. Im Vorfeld hatte er analysiert, dass Jena nur einen kurzen Spielaufbau verfolgt, über die rechte Seite stark besetzt ist, über links hingegen sehr anfällig mit vielen Ballverlusten. Das nutzten die Auricherinnen und stellten bei Abstößen alle Anspielstationen auf Jenas rechter Seite zu.

Fokus liegt weiter auf dem Klassenverbleib

„Am linken Flügel hatten wir Pressingauslöser und Pressingräume festgelegt, die wir auch konsequent umgesetzt haben“, so Wilts. Lediglich zu Beginn des zweiten Durchgangs verloren die Auricherinnen kurz den Faden. Ab der 50. Spielminute war die Partie dann aber wieder fest in ihrer Hand. In der 60. Spielminute fiel dann das vorentscheidende 3:0. Hoffmann hatte sich über die linke Seite durchgesetzt, passte den Ball flach auf Lizzy Weinkauf, die mühelos zum 3:0 traf. In den Schlussminuten setzte Emily Reens mit einem 20-Meter-Freistoß ins rechte Eck den Schlusspunkt zum hochverdienten 4:0.

SpVg Aurich - FC Carl-Zeiss Jena 4:0 (2:0)

Tore: 1:0 Hoffmann (2. Spielminute), 2:0 Steiner (12.), 3:0 Weinkauf (60.), 4:0 Reens (69.).

SpVg Aurich: Frieling; Bastian (63. Minute Stelter), Tegenkamp (63. Okoroh), Kempe (74. Stöhr), Kersten (71. Kossy), Fiedler (63. Karpinska), Steiner, Weinkauf, Reens, Feeken, Hoffmann.

Zuvor hatte sie bereits, wie schon in der Vorwoche einen Eckball direkt verwandelt. Jedenfalls beinahe. Den scharf getretenen Ball konnten die Jenaerinnen gerade noch von der Torlinie kratzen. Oder doch nicht? „Möglich, dass der Ball eventuell sogar schon hinter der Linie gewesen ist“, sagte Wilts. Ein Extra-Lob gab es vom SpVg-Trainer für Innenverteidigerin Fabia Feeken: „Sie hat ein bärenstarkes Spiel abgeliefert und keinen einzigen Zweikampf verloren.“

Mit dem Sieg gegen Jena belegten die Auricherinnen zwischenzeitlich den zweiten Tabellenplatz, rutschten aber aufgrund der Siege des Hamburger SV und des SV Meppen wieder auf Rang vier ab. „Unser Fokus liegt aber dennoch weiter auf dem Klassenerhalt“, sagte Wilts. 15 Punkte bis zur Winterpause waren das Ziel. Rund 30, rechnet Wilts, sind für den Klassenerhalt nötig: „Mit jetzt 17 Zählern liegen wir voll im Soll.“ Sechs Spiele stehen bis zur Winterpause noch auf dem Programm. Am kommenden Sonnabend (13 Uhr) empfangen die Auricherinnen auf dem Ellernfeld mit Hertha Zehlendorf einen weiteren Konkurrenten mit Blick auf den Klassenerhalt.

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