Brookmerland

Diskussion um Sportplatz im Brookmerland lebt wieder auf

| | 06.10.2021 19:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Fußballer (hier bei einem Testspiel im Juli) und Schüler nutzen den offiziell noch immer gesperrten Sportplatz in Upgant-Schott wieder. Archivfoto: Thomas Dirks
Fußballer (hier bei einem Testspiel im Juli) und Schüler nutzen den offiziell noch immer gesperrten Sportplatz in Upgant-Schott wieder. Archivfoto: Thomas Dirks
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Im Brookmerland ist das Thema Sportplatz plötzlich wieder aktuell. Das liegt an neuen Beschlüssen und dem Ergebnis der Wahl.

Brookmerland - Nachdem es zuletzt still um die beschlossene Sanierung des Sportzentrums in Upgant-Schott geworden war, rückt das Thema jetzt wieder in den Fokus. Am Dienstag setzte die Ratsmehrheit im Samtgemeindeausschuss durch, dass sich die Verwaltung endlich um ein Planungsbüro kümmert, das die Sanierung planen und koordinieren soll. Zugleich lehnte der Ausschuss einen Antrag der SPD ab. Sie hatte ein Lärmschutzgutachten und eine großflächige Bodenuntersuchung gefordert.

Die Sportanlagen in Upgant-Schott (hier ein Foto aus diesem Sommer) wirken an einigen Stellen ungepflegt. Archivfoto: Thomas Dirks
Die Sportanlagen in Upgant-Schott (hier ein Foto aus diesem Sommer) wirken an einigen Stellen ungepflegt. Archivfoto: Thomas Dirks

Beides hatte Vize-Verwaltungschef und Bauamtsleiter Jochen Behrends in der Bauausschusssitzung im Juli ins Gespräch gebracht. Er hält die von der Ratsmehrheit favorisierte Sanierung des Sportzentrums in Upgant-Schott in der angedachten Form für nicht möglich. Die geplante Grundsanierung komme einem Neubau gleich. „Wir haben keinen Altanlagenbonus und keinen Bestandsschutz mehr“, sagte er in der Bauausschusssitzung. Wie ihm der Landkreis Aurich bestätigt habe, seien neben Baugenehmigungen für den Kunstrasen, die Leichtathletikanlage und die Rasenplatzsanierung auch mehrere Gutachten, unter anderem zu Lärm- und Lichtemissionen, Entwässerung und Bodenbelastungen, erforderlich. Der Belag von Tennenplatz und Laufbahn seien womöglich Sondermüll.

Sanierung oder Neubau

Zur Erinnerung: Wie die SPD favorisiert auch die Verwaltung statt der Sanierung in Upgant-Schott den rund fünf Millionen Euro teuren Neubau einer Sportstätte in Marienhafe. Die bisherige Ratsmehrheit hält derweil an der beschlossenen und ihrer Ansicht nach kostengünstigeren Sanierung des Sportzentrums fest. Das wurde zuletzt überraschend nicht nur von Fußballern, sondern auch wieder von Schülern der IGS Marienhafe-Moorhusen und der Grundschule Upgant-Schott für den Sportunterricht genutzt – und das, obwohl der Sportplatz laut Beschilderung offiziell immer noch gesperrt ist und dort in jüngster Vergangenheit keine weiteren Sanierungsarbeiten stattfanden.

Im März dieses Jahres nahm ein Gutachter den Sportplatz in Upgant-Schott unter die Lupe. Archivfoto: Thomas Dirks
Im März dieses Jahres nahm ein Gutachter den Sportplatz in Upgant-Schott unter die Lupe. Archivfoto: Thomas Dirks

Nach provisorischen Instandsetzungsarbeiten im Juli hatte die Samtgemeinde einige Anlagen zum Teil freigegeben. Wie berichtet, hatte ein Gutachter im Frühjahr gravierende Sicherheitsmängel an den Upgant-Schottjer Sportanlagen festgestellt. Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband forderte die Samtgemeinde auf, sämtliche Mängel zu beheben und die Anlage erst dann wieder in Betrieb zu nehmen.

Mit Spannung erwartet wird, wie es nach der jüngsten Wahl beim Thema Sportplatz weitergehen wird. Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass SPD und Verwaltung versuchen werden, im neuen Rat, der sich Anfang November konstituieren wird, eine neue Mehrheit zu finden, die alle bisher gefassten Beschlüsse zur Sanierung der Anlagen in Upgant-Schott kippen und die notwendigen Entscheidungen für einen Neubau treffen könnte.

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