Handball
Ihlows Sehnsucht nach dem ersten Punktpsiel
Die bisherigen Gegner der Ihlower Handballer sind nicht angetreten – den Trainer Wolfgang Ladwig plagen vor dem Spiel gegen Leer in der Regionsklasse ganz andere Sorgen.
Ihlow - Seit fast eineinhalb Jahren trainiert die neu gegründete Handball-Mannschaft des SV Eintracht Ihlow für den Ernstfall. Erst wurden die „Crocos“ von der Pandemie ausgebremst, in dieser Saison ist bislang auch noch kein Punktspiel in der Regionsklasse ausgetragen worden. Die ersten beiden Gegner, Ems Jemgum und die dritte Mannschaft des OHV Aurich, haben ihre Teams zurückgezogen. Larrelt wäre in der vergangenen Woche der Gegner gewesen. „Doch sie haben die Mannschaft nicht vollbekommen. Das trägt für uns nicht unbedingt zur Motivation bei. Wir wollen endlich wieder Handball um Punkte spielen“, sagt Trainer Wolfgang Ladwig. Am kommenden Sonnabend soll es nun klappen. Für die Ihlower Handballer steht ein Auswärtsspiel bei der HSG Leer an.
Der Rummel bei der Neugründung der Herrenmannschaft in Ihlow war groß. Ladwig, der frühere Erfolgstrainer des OHV, hat mit einigen ehemaligen OHV-Spielern, Handballern aus umliegenden Vereinen und Quereinsteigern eine interessante und bunte Mannschaft zusammengestellt. In der Regionsklasse ist die Mannschaft mit den erfahrenen Topspielern haushoher Favorit. Ob die Gegner dem drohenden Unheil mit einem Rückzug zuvorkommen wollten, will Ladwig nicht beurteilen. Die Favoritenrolle nimmt er aber selbstverständlich an. „Wir werden ja keine Märchen erzählen. Doch wir gehen mit vollem Respekt in die Punktspiele. Die anderen Teams werden uns das Leben schwer machen. Das wird kein Selbstgänger“, sagt Ladwig. Doch viele Mannschaften sind nicht mehr übrig geblieben. „Sieben Mannschaften sind natürlich nicht optimal“, sagt Ladwig.
Großer Zusammenhalt im Team
Bei den Ihlowern ist in der langen Phase des Trainings, garniert mit einigen Testspielen, kein Spieler abgesprungen. Der Zusammenhalt unter den Spielern ist groß, alle ziehen mit bei den zwei Trainingseinheiten pro Woche – trotz der Leistungsunterschiede zwischen den Spielern. Die Handballer, die sonst nur in den Tiefen der Handball-Ligen unterwegs waren, trainieren nun mit Handballern, die schon in der Zweiten oder Dritten Liga auf dem Parkett standen. „Davon haben sie enorm profitiert. Sie haben sich entwickelt und sind in dieser Hinsicht auch noch nicht am Ende angekommen“, lobt Ladwig.
Das erste Heimspiel soll am 7. November um 14.30 Uhr in der Ihlower Schulsporthalle gegen Norderney angeworfen werden. Die Umsetzung der Corona-Regeln ist kein Problem, Ladwig bedauert nur, dass die Sporthalle nicht über eine Tribüne verfügt. Doch nun steht erst mal das Auswärtsspiel in Leer an. Für Ladwig der vermeintlich stärkste Gegner in der Regionsklasse. Doch mit 22 Spielern im Kader bereitet Ladwig ein anderes Problem Kopfzerbrechen. Nicht alle werden am Sonnabend um 18 Uhr mitspielen können – bei derart vielen Klassespielern keine leichte Auswahl.
Dennoch fahndet Ladwig nach weiteren Handballspielern. Die Ihlower planen in naher Zukunft eine zweite Mannschaft, die auf Punktejagd gehen soll. „Und einen Torwarttrainer hätte ich noch gerne hier“, sagt Ladwig. Das Trainerteam und die Vereinsführung – die Arbeit in Ihlow gefällt dem Trainer. Ladwig ist richtig aufgeblüht. Und sein Sohn Florian trainiert die Damenmannschaft. Was jetzt noch zum Glück fehlt, ist das erste Spiel um Punkte.