London

Eltern von Maddie McCann wollen Geständnis von Christian B.

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 06.10.2021 14:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Eltern des verschwundenen britischen Mädchen Madeleine „Maddie“ McCann, Kate und Gerry McCann, wollen endlich Gewissheit, was mit ihrer Tochter passiert ist. Foto: dpa/Joe Giddens
Die Eltern des verschwundenen britischen Mädchen Madeleine „Maddie“ McCann, Kate und Gerry McCann, wollen endlich Gewissheit, was mit ihrer Tochter passiert ist. Foto: dpa/Joe Giddens
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Die Eltern der seit 2007 verschwundenen Maddie McCann haben sich nach langem Schweigen zum Hauptverdächtigen Christian B. geäußert. Die Suche nach ihrer Tochter geben sie nicht auf.

Noch immer ist nicht geklärt, was der im Jahr 2007 verschwundenen Maddie McCann zugestoßen ist. Die Ermittlungen richten sich gegen den Hauptverdächtigen Christian B., der die damals dreijährige Britin im portugiesischen Praia da Luz entführt und getötet haben soll. Maddie war im Urlaub aus der Ferienwohnung der McCanns verschwunden, während ihre Eltern in einem Restaurant beim Essen waren. 

Der 43 Jahre alte Deutsche Christian B. steht in dem ungeklärten Vermisstenfall unter Mordverdacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind tot ist. Christian B. sitzt zurzeit wegen anderer Delikte in Kiel in Haft. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt nach Angaben des Bundeskriminalamts gegen den Mann, der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft sei. Ob es im Fall Maddie McCann zu einer Anklage kommt, ist derzeit nicht absehbar.

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Eltern von Maddie McCann brechen ihren Schweigen

Die Eltern von Maddie müssen die ganze Jahre seit dem Verschwinden des Mädchens mit einer quälenden Ungewissheit leben. Lange hatten sie geschwiegen, nun äußerte sich ein Sprecher der Familie gegenüber der britischen Zeitung „The Sun“ zu den Ermittlungen und betonte, dass man von nichts wisse: „Die Polizei sagt uns nicht, was los ist, wir tappen im Dunkeln.“

Für die Eltern zählt nur eines: ein Geständnis von Christian B.. Ansonsten befürchteten sie, nie zu erfahren, was mit ihrer Tochter passiert ist, hieß es in dem Zeitungsinterview. „Aber wir hoffen, es herauszufinden. Wir hoffen nach all den Jahren weiter“, sagte der Sprecher.

Christian B. macht sich angeblich über Ermittlungen lustig

Christian B. schweigt als Hauptverdächtiger bislang zu dem Vorwurf, Maddie entführt und ermordet zu haben. Das Landgericht Braunschweig hatte den 43-Jährigen Ende 2019 wegen schwerer Vergewaltigung unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Demnach hatte er 2005 in Praia da Luz - dem späteren Entführungsort von Maddie - eine damals 72-jährige Amerikanerin vergewaltigt.

Dem „Sun“-Bericht zufolge soll sich Christian B. darüber lustig gemacht haben, dass die Ermittler im Fall Maddie McCann noch immer keine Beweise gegen ihn vorgelegt hätten. Das Blatt berief sich dabei auf eine nicht näher genannte Quelle.

Auch wenn davon ausgegangen wird, dass Maddie tot ist, haben die Eltern die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Mädchen noch am Leben sein könnte. Die Suche nach ihrer Tochter werden sie niemals aufgeben.

Material von dpa

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