Aurich

Kaufmännischer Verein will Netzwerk gegen Verdi aufstellen

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 01.10.2021 12:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Carolinenhof darf zum verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Heidemarktes nicht öffnen. Foto: Romuald Banik
Der Carolinenhof darf zum verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Heidemarktes nicht öffnen. Foto: Romuald Banik
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Der Kaufmännische Verein Aurich will sich mit anderen ähnlichen Vereinigungen in ganz Ostfriesland vernetzen. Auslöser war das Verbot über die Öffnung des Carolinenhofs zum verkaufsoffenen Sonntag.

Aurich - Seine Verärgerung über den Ausschluss des Carolinenhofs beim verkaufsoffenen Sonntag zum Heidemarkt ist dem Vorsitzenden des Kaufmännischen Vereins (KV) Aurich noch anzumerken. Udo Hippen musste dem Druck Verdis zähneknirschend nachgeben. Aber die ganze Geschichte auf sich sitzenlassen, will er nicht. Er will sich mit anderen Vereinen von Kaufleuten in ganz Ostfriesland vernetzen, um Verdi in ähnlichen Situationen zukünftig entgegentreten zu können.

Hippen steht derzeit in Gesprächen mit anderen Vorsitzenden ähnlicher Vereine wie dem in Aurich. Der KV erstellt eine Liste mit potenziellen Verbündeten. Die Resonanz sei ziemlich gut, sagte Hippen bei einem Pressegespräch. Auch in anderen Gemeinden habe es bereits Ärger mit Verdi über ähnliche Situationen wie mit dem Carolinenhof in Aurich gegeben.

Idee zum Netzwerk kam schon im vergangenen Jahr

Die Idee zum Netzwerk der ostfriesischen Kaufleute hatte Hippen schon im vergangenen Jahr. Da sei aber nichts Konkretes draus geworden, sagte er. Nach Verdis Intervention aber „war man in der entsprechenden Stimmung“. In welcher Form sich das Netzwerk gestaltet, steht noch nicht fest.

Die Gewerkschaft hatte Druck auf die Stadtverwaltung ausgeübt, damit der Carolinenhof vom verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Heidemarktes am 10. Oktober ausgeschlossen wird. Der Caro stehe nicht in einer räumlichen Beziehung zur Innenstadt, hieß es in einem Schreiben der Gewerkschaft. Ein Anwalt aus Leipzig hatte laut Udo Hippen empfohlen, den Carolinenhof aus der Genehmigung herauszunehmen. Nur dann werde er der Gewerkschaft Verdi von rechtlichen Schritten gegen die Stadt abraten.

Notfalls will KV sich an Landesregierung wenden

Verdi entscheidet Hippens Ansicht nach willkürlich darüber, ob der Carolinenhof zur Innenstadt gehört oder nicht. Schließlich habe die Gewerkschaft beim Auricher Stadtzauber nichts gegen die zusätzliche Öffnung des Caros gehabt. Für ihn gehört das Einkaufszentrum am Fischteichweg auf jeden Fall zum Innenstadt-Bereich, auch wenn es außerhalb des Stadtrings liegt. „Wenn man das nur auf einer Karte sieht, sieht man das vielleicht anders“, sagte Hippen.

Solche Querelen mit Verdi will Hippen in Zukunft etwas entgegensetzen. Er hofft, die ostfriesische Kaufmannschaft versammeln zu können. Das sei eindrucksvoller, anstatt sich nur als KV Aurich gegen Verdi zu wehren. „Wir können uns so gegenseitig den Rücken freihalten“, sagte Hippen. Notfalls wende man sich dann sogar an die Landesregierung.

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