Aurich

Viel Kritik am Auricher Bürgermeister

| | 28.09.2021 21:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bürgermeister Horst Feddermann entscheidet gerne selbst, ohne vorher den Auricher Rat zu befragen. Auch eigene Mitarbeiter übergeht er mitunter bei Entscheidungen. Das sorgt für Kritik. Foto: Romuald Banik
Bürgermeister Horst Feddermann entscheidet gerne selbst, ohne vorher den Auricher Rat zu befragen. Auch eigene Mitarbeiter übergeht er mitunter bei Entscheidungen. Das sorgt für Kritik. Foto: Romuald Banik
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Es gibt Zoff in der Auricher Verwaltung. Die Ratsfraktionen sind unzufrieden mit Bürgermeister Horst Feddermann.

Aurich - Es brodelt im Auricher Rathaus: Die Ratsfraktionen sind unzufrieden mit der Zusammenarbeit mit Bürgermeister Horst Feddermann. Sie fühlen sich übergangen. Einige Fraktionen loten bereits ihre rechtlichen Möglichkeiten aus. Auch am Umgang des Bürgermeisters mit dem Ersten Stadtrat Hardwig Kuiper gibt es Kritik. Deren Verhältnis scheint nachhaltig gestört. Das belegt ein interner Schriftverkehr (liegt den ON vor) zwischen Horst Feddermann, den Fraktionsspitzen des Stadtrates und Hardwig Kuiper.

Inhaltlich geht es in den E-Mails um die Schließung des Zentrums für nachhaltige Ernährung (ZnE) im Energie- und Erlebniszentrum (EEZ) in Sandhorst. Dessen Betrieb hatte Feddermann zum 31. August nach sechs Jahren eingestellt. Grund seien die hohen Kosten. Darüber hatte er aber im Vorfeld weder die Politik informiert noch sie darüber entscheiden lassen. Nach seiner Auffassung sei es ein Geschäft der laufenden Verwaltung. Die Ratsleute erfuhren aus der Zeitung von der Entscheidung und waren darüber, gelinde gesagt, nicht amüsiert. Denn es ist nicht das erste Mal, dass Feddermann die Politik bei Entscheidungen außen vor ließ.

In mehreren Fällen handelte Bürgermeister eigenmächtig

Auch bei den Themen CO2-Ampeln (wir berichteten), Parkgebühren und dem Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ handelte Feddermann eigenmächtig. Dabei griff er auch in Kompetenzen des Ersten Stadtrates ein, ohne diesen vorher zu informieren oder Dinge mit ihm abzustimmen.

Statt in besagter Mail sein Handeln zu entschuldigen, folgten darin Angriffe gegen Hardwig Kuiper, direkte und indirekte. Der war davon wenig begeistert und schoss verbal zurück.

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