Großefehn

Ehemaliger Dorfladen eröffnet am Freitag wieder

Ann-Kathrin Stapf
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Von Ann-Kathrin Stapf
| 28.09.2021 09:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Backshop in Mittegroßefehn steht kurz vor der Eröffnung. Foto: Ann-Kathrin Stapf
Der Backshop in Mittegroßefehn steht kurz vor der Eröffnung. Foto: Ann-Kathrin Stapf
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Vor zwei Jahren schloss der Dorfladen in Mittegroßefehn plötzlich. Einwohner und Ortsrat waren geschockt. Seit Sommer ist bekannt, dass dort ein Backshop einzieht. Nun steht das Eröffnungsdatum.

Großefehn - Ein langersehnte Tag steht kurz bevor: Vor mehr als zwei Jahren schloss der Dorfladen in Mittegroßefehn. Die Bürger und der Ortsrat reagierten heftig. Sofort wurde überlegt, wie das Projekt wieder aufleben könnte. Doch zunächst sah es finster aus. Versuche, neue Pächter zu finden, die wieder einen Nahversorger im Gebäude des Leinerstifts einrichten, scheiterten.

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In diesem Sommer kam dann der Durchbruch. Der Leinerstift selbst verkündete, dass ein Partner gefunden sei. Es handelt sich um die Bäckerei-Kette Musswessels. Ein Eröffnungstermin stand aber noch nicht fest. Nun ist er raus. Am Freitag, 1. Oktober, wird der Bäcker in Mittegroßefehn eröffnen.

Brötchen und Bildungsangebot

Das Besondere: Der Backshop soll im Rahmen von Bildungsangeboten von Schülern, jungen Menschen mit Behinderung und Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung betrieben werden.

Mit dem Laden möchte das Leinerstift auch der Bevölkerung wieder ein Angebot machen und dabei gleichzeitig den Kunden wissen lassen, was eigentlich hinter dem Projekt steckt.

Überraschende Schließung vor zwei Jahren

Ende Juli 2019 wurde bekannt, dass die Dorfläden in Mittegroßefehn und Strackholt geschlossen werden müssen. Die Allerhand GmbH, eine Tochter des in Großefehn ansässigen Leinerstifts, war in eine finanzielle Schieflage geraten. Die Entwicklung hatte sich intern wohl schon länger abgezeichnet. Im Juli wurde dann die Reißleine gezogen. Innerhalb kürzester Zeit schlossen die Läden und die 65 Angestellten verloren den Job. Teils konnten sie in neue Beschäftigungsverhältnisse wechseln.

Der Ortsrat mit Ortsbürgermeister Detlev Schoone an der Spitze hatten versucht, den Betreiber einer Supermarktkette für das Objekt zu begeistern und weitere potenzielle Betreiber ausgelotet. Zwischenzeitlich war die Hoffnung groß. Doch alle Versuche scheiterten letztendlich.

Im August stellten dann die neuen Vorstände des Leinerstifts, André Barghoorn, kaufmännischer Vorstand, und Wolfgang Vorwerk, pädagogischer Vorstand und und Janna Higgen, Einrichtungsleiterin der Leinerstift Bildung, Beruf, Leben gGmbH die neuen Pläne vor.