London

Zyklusstörungen nach Corona-Impfung: Frauenärztin fordert Studie

Ankea Janßen
|
Von Ankea Janßen
| 22.09.2021 10:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Gynäkologin fordert eine Studie zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus nach der Corona-Impfung. Foto: imago images/ocusfocus
Eine Gynäkologin fordert eine Studie zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus nach der Corona-Impfung. Foto: imago images/ocusfocus
Artikel teilen:

Beeinflusst die Corona-Impfung den weiblichen Zyklus? Eine Frauenärztin aus Großbritannien fordert eine Studie, um Klarheit zu schaffen.

Nach der Corona-Impfung Schmerzen am Arm zu verspüren oder Kopfschmerzen und Übelkeit zu haben, gilt als normal. Doch nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna berichteten Frauen von Unregelmäßigkeiten ihres Menstruationszykluses. Unter anderem war von starken Schmerzen oder Blutungen die Rede.

Lesen Sie auch:

Frauen müssen aufgeklärt werden

Die Gynäkologin Victoria Male fordert im Wissenschaftsmagazin BMJ eine klinische Studie zum Zusammenhang der Covid-19-Impfung und Unregelmäßigkeiten im Zyklus. Was sie damit erreichen möchte, ist vor allem Aufklärung.

„Die meisten Menschen, die eine Änderung ihrer Periode nach der Impfung melden, stellen fest, dass sie sich im folgenden Zyklus wieder normalisiert, und vor allem gibt es keine Hinweise darauf, dass die Covid-19-Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigt“, schreibt Victoria Male. 

Doch vor allem Frauen mit Kinderwunsch oder jene, die eine Schwangerschaft vermeiden möchten, sind durch die Meldungen über Zyklusstörungen alarmiert und irritiert. Diese Unsicherheiten könnten aber beseitigt werden. 

Wer schwanger werden möchte, ist alarmiert

Eine solide Forschung zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus sei daher entscheidend für den Gesamterfolg des Impfprogramms, so Male. „Das zögerliche Impfen junger Frauen wird hauptsächlich durch falsche Behauptungen getrieben, dass Covid-19-Impfstoffe ihre Chancen auf eine zukünftige Schwangerschaft beeinträchtigen könnten.“ Für diese Personen seien klare und vertrauenswürdige Informationen besonders wichtig. 

Hinweise über Veränderungen im Zyklus nach einer Corona-Impfung werden in Großbritannien von der Arzneimittelaufsicht gesammelt. Insgesamt gingen dort etwa 30.000 Berichte ein, darunter Meldungen über eine zu früh oder zu spät einsetzende Menstruation sowie sehr schwache oder starke Blutungen. 

In Deutschland sammelt das Paul-Ehrlich-Institut Berichte

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut für die Berichte über Nebenwirkungen zuständig. Bei etwa 92 Millionen verabreichten Impfdosen wurden nur etwas mehr als 300 Fälle bezüglich Unregelmäßigkeiten des weiblichen Zykluses gemeldet. 

Ähnliche Artikel