Varel
Dirk von Petersdorff: Literaturnobelpreis ging zu Recht an Bob Dylan
Popsongs sind Literatur, jedenfalls für Dirk von Petersdorff. Der Schriftsteller und Germanist sieht deutschsprachige Liedtexte als Beitrag zur Lyrik. Der Literaturnobelpreis ging deshalb zu Recht an Bob Dylan.
Popsongs und Hochkultur - das ist für Dirk von Petersdorff kein Gegensatz. Er schreibt selbst Gedichte, die sich auf Alltagserlebnisse beziehen, und machte in seinem Roman „Wie bin ich denn hierhergekommen“ das Lebensgefühl der Generation Y zum Thema. Dirk von Petersdorff ist die Vielseitigkeit in Person. Mit seinen Gedichtbänden wie zuletzt „Unsere Spiele enden nicht“ hat er Erfolg beim breiten Lesepublikum. Seine belletristischen Titel erscheinen bei C.H. Beck. Als Professor lehrt er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena neuere deutsche Literaturwissenschaft. Wir treffen ihn zum Interview beim Literaturherbst in Varel bei Wilhelmshaven.
Endlich wieder Lesungen - nach einer Zeit der Lockdowns. Wie erleben Sie als Autor diese Situation?
Mit einem befreienden Gefühl. Ich genieße das Aufatmen. Ich bin besonders froh darüber, wenn auch das Publikum ohne Masken dasitzen darf. So notwendig sie waren und in manchen Situationen sind: Ein echter menschlicher Kontakt ergibt sich nur ohne Masken. Wenn wir unsere Gesichter ganz sehen, unser Mienenspiel, damit aufeinander reagieren, nicht abgeschirmt sind. Hier weiterlesen: Wie bin ich denn hierhergekommen - Dirk von Petersdorffs Roman über die Generation Y.
Abgesagte Buchmessen, verschobene Verlagsprogramme, Autoren, die um Aufmerksamkeit kämpfen - wird die Pandemie den Literaturbetrieb nachhaltig verändern?
Viele Menschen, die freiberuflich in der Kultur tätig sind, mussten schmerzhaft erfahren, wie fragil berufliche Konstruktionen letztlich sind. Mit einem solchen Ereignis vom Typ der Pandemie hat keiner gerechnet. Der Staat hat finanziell geholfen, das war wichtig. Wie werden wir in zwei oder drei Jahren leben, wie vorher, oder wird sich etwas grundlegend verändert haben? Das weiß keiner, das müssen wir beobachten. In der Pandemie sind viele Ängste entstanden, insgesamt ein Klima des Kleinmuts und der Sorge. Ich hoffe, dass sich das wieder zurückentwickelt. Und so sehr staatliches Handeln notwendig war: Die Durchgriffsrechte der Exekutive sollten wieder eingeschränkt werden. Hier weiterlesen: Traumort der Literatur an der Waterkant - die Literaturtage von Varel.
Ist während der Pandemie die Aufmerksamkeit für literarische Texte gestiegen?
Das kann schon sein, einfach auch deshalb, weil viele Menschen mehr Ruhe hatten. Der erzwungene Rückzug war eine Freiheitseinschränkung, aber man konnte auch zu sich selbst zurückkommen. Nach meiner Wahrnehmung hatten allerdings viele Menschen mit psychischen Problemen zu kämpfen. Da kann Kunst helfen, stabilisierend und entkrampfend wirken.
Haben sich Schriftsteller dem Thema der Pandemie zugewandt? Warten Sie auf den großen Corona-Roman?
Wenn der intelligent gemacht ist und nicht nur um medizinische Phänomen kreist, sondern Veränderungen in der Gesellschaft in den Blick nimmt, dann würde ich den gern lesen. Aber ich wäre auch froh, von Corona erst einmal gar nichts zu hören. Es stimmt aber: Die Pandemie ist einer der großen historischen Einschnitte, die wir erlebt haben. Wenn man mit Älteren darüber spricht, dass die Schulen geschlossen waren, sagen die: „Das war nach dem Zweiten Weltkrieg auch so“. Das zeigt schon die Dimension. Wer hätte sich das vor zwei Jahren vorstellen können: Wir schließen alle Schulen wegen einer Krankheit.
In der Gegenwartsliteratur haben sich große Verschiebungen ereignet - vom Abschied vom Großschriftsteller als moralischer Instanz bis zur zuletzt beklagten Verdorfung der deutschen Literatur. Wie nehmen Sie deutsche Literatur gegenwärtig wahr?
Zur Corona-Pandemie hat es interessante Stellungnahmen gegeben, etwa von Daniel Kehlmann oder Juli Zeh. Die deutsche Gegenwartsliteratur befindet sich schon länger in einer Phase, in der ausgesprochen heterogene Schreibverfahren und Themensetzungen nebeneinanderstehen. Eine Dominanz gibt es nicht. Das mag ein Kennzeichen einer Übergangsphase sein, es könnte aber auch der Normalzustand einer modernen, vielstimmigen Gesellschaft sein. Natürlich kann Literatur auch in abgelegenen Regionen spielen, denken wir doch nur an Theodor Storms „Der Schimmelreiter“. Da würde auch keiner sagen: Ist nur Deichliteratur. Es gibt heute kein literarisches Pflichtprogramm, es gibt nur Individuen, die ihre Bücher schreiben und damit das Leben ihrer Leser reichen machen können.
Geht es dabei um eine Übergangszeit oder um einen neuen Zustand, der bleiben wird?
Die Vorstellung, Kunst müsse sich zwangsläufig sich in eine bestimmte Richtung entwickeln, gibt es nicht mehr. Damit leben wir weiter im Horizont der Postmoderne, wenn man darunter einen Zustand versteht, in dem viele künstlerische Programme nebeneinander stehen. Die Verbotsschilder sind abgebaut, in der Lyrik gab es die auch: Reime sind überholt, Gedichte müssen sperrig sein, sie dürfen keine Lebensfreude ausstrahlen. Dagegen haben wir uns Freiheitsräume zurückerobert, auch wieder lustvoll mit Klängen zu arbeiten, auf den Alltag zuzugehen und in ihm Bedeutung zu entdecken.
Literatur war in Deutschland lange festgelegt auf die Funktionen der Kritik und der Aufarbeitung. Ist das für Sie auch die Funktion von Literatur?
Das kann eine Funktion von Literatur sein. Wir sollten in Kann-Kategorien denken und uns nicht Pflichten auferlegen, gerade in der Kunst. Aber wenn jemand literarisch Gesellschaftskritik betreibt, die vielleicht auch politisch und soziologisch gut informiert ist, nur zu, kann wichtig sein. Ich vermisse sie nicht, weil ich zuletzt nicht den Eindruck hatte, dass Schriftsteller unser Verständnis von Politik entscheidend beeinflussen. Aber wie immer in der Kunst: Es muss nur jemand kommen und das Gegenteil beweisen. Und dann ist etwas Neues in der Welt.
Die Zeit des Schriftstellers als moralischer Instanz ist aber abgeschlossen, nicht?
Ja, das scheint vorüber zu sein. Auch deshalb, weil es ‚die‘ Gesellschaft oder ‚die‘ Moral im Singular nicht mehr gibt. Es existiert eine Fülle von Lebensformen nebeneinander und es ist anmaßend, auf das alles von oben herabblicken zu wollen. Den Menschen aus der Totale Bescheid zu geben, wie es in Wirklichkeit ist. Grass war der letzte Autor, der das konnte. Wer sich heute für Politik und Gesellschaft interessiert, greift eher zu populär geschriebenen Sachbüchern. Es wäre vielleicht nicht schlecht, wenn man im literarischen Feld stärker wahrnehmen würde, was in anderen Bereichen Interessantes gedacht wird, in der Philosophie, in der Soziologie, Wirtschaftstheorie, wo auch immer. Aber es sind auch ganz andere Haltungen zur Welt möglich. Literatur kann sich bejahend verhalten, sie muss nicht verneinen, sie kann die Gesellschaft überhaupt links liegen lassen und lässig bleiben.
Sie favorisieren die Vorstellung einer Kultur ohne Zentrum, die der Philosoph Richard Rorty geprägt hat. Kommt Literatur dabei die Aufgabe zu, nicht zu kritisieren, sondern vielfältige Beschreibungen zu liefern?
Ich finde die Diagnose einer Kultur ohne Zentrum richtig, auch deshalb, weil ich es seit der Jugend, in der man sich in der Welt umzusehen beginnt, so erlebt habe. Darin liegt zuerst ein Gewinn, denn wir bekommen Freiheitsspielräume. Aber auch ein Verlust, weil wir verunsichert werden. Es ist auch anstrengend in einer Gesellschaft zu leben, die auf die wichtigsten Fragen antwortet: „Das musst du selber wissen“. Literatur und insbesondere Lyrik kann Menschen in diesem Zustand so etwas wie einen vorläufigen Halt geben. Gedichte können Momente entwerfen, in denen Menschen sich eins fühlen, mit sich und ihrer Umwelt. Denn auch nach dem Ende der großen Wahrheiten brauchen wir so etwas wie Zugehörigkeit oder Geborgenheit.
Haben die Überlegungen auch mit ihrem eigenen Standpunkt in der Literaturszene zu tun - als Professor, der auch schreibt, oder als Schriftsteller, der auch lehrt?
Immer dann, wenn man in mehreren Bereichen tätig ist, kann das zu Irritationen führen. Ich finde meine Doppelposition oder Zwischenposition einerseits nicht so bemerkenswert. Manchmal ist es auch entlastend, in mehreren Welten zu leben und wechseln zu können. Außerdem bestehen wir alle aus vielen Anteilen, und ich bin ja nicht nur Schriftsteller und Professor, sondern zum Beispiel auch Vater meiner Kinder und da benehme ich mich wieder ganz anders. Die eindeutigen Zuordnungen vermisse ich nicht.
Es gibt ja das Wort vom Professorenroman. Sie haben als Professor auch einen Roman geschrieben. Fühlen Sie sich durch den früher auch etwas negativ gemeinten Begriff angesprochen?
Nein, denn mein Roman sollte nicht aus der Sicht eines Professors geschrieben sein, oder jedenfalls nicht nur. In anderen Ländern geht man mit solchen gemischten Identitäten übrigens lockerer um. Es ist doch gerade interessant, mit mehreren Identitäten zu leben, sie zu verbinden oder als Spannung zu erleben.
Erklären Sie sich auch so den Trend, dass in der letzten Zeit viele Schauspieler wie Axel Milberg, Matthias Brandt oder Joachim Meyerhoff mit Romanen auf den Markt gehen?
Auch die Schauspieler nehmen es vielleicht so war, dass eine Grenze, von deren Existenz sie zuvor überzeugt waren, gar nicht mehr existiert. Sie probieren etwas aus, was vorher nicht erlaubt schien. „Cross the border, close the gap“, das ist eine gute ästhetische Parole. Ich würde darin nicht nur Marketing sehen.
Wenn Grenzen fehlen, ist man aber auch in dem Zwang, die eigene Position viel mehr als vorher zu definieren, oder?
Ja, es geht um Selbstbeschreibungen. Darum, sich das eigene Leben so zu erzählen, dass es einen gewissen Sinn bekommt, dass aus einer Lebenserzählung womöglich Trost hervorgeht. Das tun viele von uns, auch wenn wir es nicht aufschreiben, zum Beispiel in Gesprächen an Küchentischen. Wir versuchen, unser Leben auf diese Weise zu ordnen, aus dem Leben soll eine Geschichte werden, mit Haupt- und Nebenfiguren, wichtigen Handlungen, besonderen Momenten, Aufschwüngen und Abstürzen.
Sie gehören mit Ihren Gedichtbänden sehr maßgeblich zu einem neuen Trend für Lyrik. Gedichte sind populär. Wie verstehen Sie diesen Trend?
Er könnte etwas damit zu tun, dass Lyrik eine ihrer Aufgaben darin sieht, ein Ich zu entwerfen und sich über dieses Ich Klarheit zu verschaffen. Viele Menschen sind zurückgeworfen auf diese Frage nach dem Ich, weil die großen Zusammenhänge nicht mehr selbstverständlich gegeben sind oder sich verschieben. Eine weitere Leistung der Lyrik: Sie hält mit Rhythmus und in Bildern besondere, wertvolle Momente fest. Auch das können viele Menschen nachvollziehen, diesen Wunsch Momente des Lebens aufzubewahren. Das sind für mich zwei Gründe, die gegenwärtig für Gedichte sprechen. Zudem gibt es in der Lyrik viele Autoren, die sich auch ganz grundsätzlich Gedanken über Literatur machen, da wird einfach auch interessant diskutiert.
Die Bandbreite ist ja in der Tat erstaunlich. Sie etwa setzen bei Alltagserlebnissen an, Durs Grünbein beispielweise bei der Antike. Ist das immer noch ein Anything goes der Postmoderne?
Das ist es. Das Anything goes ist aber keine Verfallserscheinung, sondern der Zustand, in dem sich moderne Gesellschaften befinden. Diese Wahlmöglichkeit besitzen wir in unseren Lebensvollzügen, allerdings eingeschränkt, zum Beispiel durch ökonomische Zwänge. Aber im Bereich unserer Überzeugungen schon. Und das Anything goes der Gesamtliteratur gilt natürlich nicht für die einzelnen Autoren. Ich kann nur genau jene Gedichte schreiben, die mir als notwendig erscheinen. Da folge ich einem inneren Zwang: Dieses Gedicht will ich unbedingt schreiben, weil es für mich höchste Bedeutung besitzt. Wenn ich auch etwas ganz anderes stattdessen schreiben könnte, solle ich es lieber lassen.
Als Literaturwissenschaftler verfolgen Sie die Tradition des Liedes von der Romantik bis Tocotronic. Verlängert sich Literatur auf diese Weise in die Popkultur?
Unbedingt. Das ist eine sehr wichtige Entwicklung. Ab den achtziger Jahren gab es, mit dem großen Vorläufer Udo Lindenberg natürlich, eine deutschsprachige Popmusik, die nicht peinlich war, sondern interessante Texte besaß. Für mich war die sogenannte ‚Neue deutsche Welle‘ ein starker Eindruck: Man kann auf Deutsch lustvoll und geistreich singen. Oder denken wir gegenwärtig an Sven Regener, der auch Romanautor ist, aber auch einige Songtexte für Element of Crime geschrieben hat, die ich als Gedichte ansehen würde. Ich bin aber auch gespannt auf jedes Album von Tocotronic, weil auch die in lyrischer Form Lebensvollzüge beobachten und sich einen Reim auf unsere ziemlich komplizierte Gesellschaft machen. Schon die romantische Gedichtsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ enthielt ja Lieder aus dem Volk, also populäre Musik, und sie hat die romantische Dichtung angeregt. Eher hat das zwanzigste Jahrhundert hat mit der Trennung von populärer Musik und E-Lyrik eine Sonderentwicklung produziert.
Ist von daher unsere Gegenwart gerade von der Romantik her neu zu verstehen?
Romantik ist eine Lebenshaltung. Ich würde sie so verstehen: Romantiker sind Menschen, die nach einer unbedingten Wahrheit suchen, aber nicht wissen, wo sie diese finden. Sie besitzen keinen Halt im traditionellen Glauben mehr, aber sie verzichten nicht auf die Vorstellung, dass es so etwas wie einen großen Zusammenhang oder eine letzte Zugehörigkeit geben könnte. Deshalb setzen sie sich in Bewegung, rennen einfach los wie der „Taugenichts“, und suchen nach Momenten der Übereinstimmung: mit anderen Menschen, in der Natur, aber auch Alltag, im Beruf, im Familienleben. Diese Haltung könnte für die Gegenwart interessant sein kann. Die Aufgabe wäre, sie neu auszudrücken, denn wir können natürlich nicht mehr schreiben wie die historischen Romantiker. Ihre Haltung zur Welt und zu den Dingen versuche ich wieder aufzugreifen, dabei zu verändern, dafür eine gegenwärtige Sprache zu finden.
Hat das zu tun mit dem Verlust von Sinnbezügen, auch religiösen Bezügen?
Das sehe ich so. Schon in der Romantik verlieren die Kirchen als Institutionen und mit ihren traditionellen Aussagen und Symbolen an Bedeutung. Die Romantiker sind aber im Kern religiöse Menschen und sie versuchen sich an einer Art Neuformulierung und Ausweitung des Christentums. Diese neue Religion ist aber noch nicht vorhanden, und wieder entstehen Suchprozesse, nach Gegenständen oder Erfahrungen, die als neue religiöse Symbole dastehen können.
Welche Künstler der Popmusik führen das, was Sie eben beschrieben haben, besonders eindrucksvoll vor?
Der Klassiker ist für Bob Dylan, weil sein ganzes Leben als never ending Tour angelegt ist. Er wechselt die Positionen - von politischen Protestauftritten über religiöse Zeremonien zu ekstatischer Liebeslyrik, im Spätwerk dann zu Montagen der Weltliteratur, in die er sich hineinsingt. In der deutschen Musik ist es vielleicht kein Zufall, dass das letzte Album von Tocotronic „Die Unendlichkeit“ heißt. Romantiker stehen der Unendlichkeit gegenüber wie der berühmte Mönch am Meer.
Der Nobelpreis für Bob Dylan war insofern also keine Provokation, sondern entsprach vollkommen dem Trend der künstlerischen Entwicklung?
Man konnte die Vergabe kritisieren, weil er den Preis nur für seine Texte bekommen hat, Text und Musik also wieder getrennt worden sind. Einige Texte Dylans besitzen aber jene lyrische Qualität, die den Preis rechtfertigt. Ich habe die Auszeichnung zudem symbolisch verstanden, weil sie sollte, dass die Popmusik in den literarischen Kosmos hineingehört.
Ein Gedicht in Ihrem neuesten Band „Unsere Spiele enden nicht“ heißt „Deutsch lernen“. Welchen Beitrag erwarten Sie von Migranten zur deutschen Literatur?
Es ist viel zu erwarten. Denn viele Migranten lernen Deutsch und verbinden oder durchsetzen es mit ihrem eigenen kulturellen und sprachlichen Hintergrund. Im besten Fall kann daraus eine große Bereicherung hervorgehen, die deutsche Sprache wird, was in der Geschichte oft geschehen ist, durch Impulse von außen belebt und umgestaltet, im Bereich des Vokabulars oder der Grammatik. Da kommt es zu neuen Mischungsverhältnissen und überraschenden Kombinationen. Auch zu einem neuen Blick auf die Schönheiten des Deutschen. Nehmen Sie nur das Buch „Herkunft“ von Sasa Stanisic, in dem der Protagonist, ein Migrant, mit voller Emphase und nacktem Oberkörper auf dem Balkon ein Gedicht von Joseph von Eichendorff aufsagt.